Rio Tinto hat heute die Produktionszahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Demnach kletterte die Kupferförderung im Jahresvergleich um neun Prozent auf 229.000 Tonnen. Der Zuwachs lag vor allem am Hochlauf der Oyu-Tolgoi-Mine in der Mongolei. Vorstandschef Simon Trott betonte, dass der Ausbau dieser neuen Mine weiterhin planmäßig verlaufe.
Mit der Ausweitung der Kupferproduktion trifft Rio Tinto den Nerv der Zeit. Denn wegen der weltweiten Dekarbonisierungsbemühungen sowie der wachsenden Zahl an Rechenzentren rund um den Globus dürfte die Kupfernachfrage in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter steigen. Daher will Rio Tinto die Fördermenge weiter erhöhen.
Bei der Eisenerzproduktion verbuchte der Bergbauriese ebenfalls Zuwächse. So steigerte das Unternehmen die Eisenerzproduktion um stattliche zwölf Prozent auf 82,8 Millionen Tonnen. Die Verkäufe legten in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hingegen lediglich um zwei Prozent zu. Damit schnitt man etwas schwächer ab als Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Rio Tinto begründete das geringe Plus mit zwei Zyklonen, welche negative Effekte auf die Hafenlogistik und die Verschiffungen hatten. Darüber hinaus bekräftigte der Vorstand die Zielspanne für die australischen Verkäufe im Gesamtjahr mit 323 bis 338 Millionen Tonnen.
Auch mit dem Geschäftsverlauf in der Aluminiumsparte zeigte sich der Vorstand insgesamt zufrieden. In diesem Bereich profitiert man von globalen Engpässen durch die Sperrung der Straße von Hormus. Indes halten sich die Auswirkungen der hohen Energiepreise wegen der Blockade der Meerenge nach Angaben des Rio-Tinto-Vorstands bislang in Grenzen. Doch natürlich spürt auch der Rohstoffriese angesichts eines jährlichen Verbrauchs von knapp 1,6 Milliarden Litern Diesel diese Entwicklung auf der Kostenseite.
DER AKTIONÄR bleibt für seinen Musterdepot-Titel nach wie vor zuversichtlich gestimmt. Der Konzern ist blendend aufgestellt, verfügt über eine solide Bilanz und ein starkes Chartbild. Darüber hinaus lockt eine attraktive Dividendenrendite von vier Prozent. Der Stopp sollte zur Gewinnsicherung auf 62,00 Euro nachgezogen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Rio-Tinto-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rio Tinto.
Heute, 08:46