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Rheinmetall und Hensoldt gefragt: Ukraine-Krieg – Putin befiehlt Teilmobilmachung

Rheinmetall und Hensoldt gefragt: Ukraine-Krieg – Putin befiehlt Teilmobilmachung
Foto: Karolis Kavolelis/Shutterstock
Rheinmetall AG -%
Marion Schlegel 21.09.2022, 09:43 Marion Schlegel

Die Aktien der beiden Rüstungskonzerne Rheinmetall und Hensoldt gehört am Mittwochmorgen zu den stärksten Werten des Tages. Rheinmetall führt mit einem Plus von 6,6 Prozent auf 160,25 Euro die Gewinnerliste des Tages im MDAX an. Hensoldt gewinnt 5,9 Prozent auf 21,05 Euro und ist damit der mit Abstand beste Titel im SDAX.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Grund ist die Teilmobilmachung Russlands. Knapp sieben Monate nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine hat Russland eine Teilmobilmachung der eigenen Streitkräfte angeordnet. Er habe diese Entscheidung nach einem Vorschlag des Verteidigungsministeriums getroffen und das Dekret unterschrieben, sagte Kremlchef Wladimir Putin in einer Fernsehansprache am Mittwoch. Die Teilmobilisierung beginne noch an diesem Mittwoch. Damit will er auch Personalprobleme an der Front lösen. Zugleich kündigte Putin an, die "Referenden" in den besetzten Gebieten der Ukraine über einen Beitritt zu Russland zu unterstützen.

Die Teilmobilmachung bedeutet nach Putins Worten, dass Reservisten eingezogen werden. Sie würden den gleichen Status und die gleiche Bezahlung bekommen wie die jetzigen Vertragssoldaten und auch vor dem Fronteinsatz noch einmal militärisch geschult, versicherte er.

Hensoldt (WKN: HAG000)

Die von Moskau anerkannten "Volksrepubliken" Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine sowie das Gebiet Cherson im Süden wollen noch in dieser Woche in umstrittenen Verfahren über einen Beitritt zur Russischen Föderation abstimmen lassen. Das teilten die Regionen am Dienstag mit. Die Scheinreferenden, die weder von der Ukraine noch von der internationalen Gemeinschaft anerkannt werden, sollen demnach vom 23. bis 27. September abgehalten werden. Sie gelten als Reaktion auf die aktuelle ukrainische Gegenoffensive im Osten des Landes.

Auf ähnliche Weise annektierte Russland 2014 die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim. International wurde die Abstimmung nicht anerkannt. Auch diesmal ist eine Anerkennung nicht in Sicht.

Vize-Kanzler Robert Habeck (Grüne) hat Russlands Entscheidung zur Teilmobilmachung seiner Streitkräfte scharf kritisiert. Das sei ein "schlimmer und falscher Schritt", erklärte der Bundeswirtschaftsminister am Mittwochmorgen in Berlin. Die Bundesregierung berate derzeit über eine Antwort auf diese Entscheidung des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Habeck sagte der Ukraine in diesem Zusammenhang erneut die volle Unterstützung Deutschlands zu.

Die Aktien von Rheinmetall und Hensoldt standen in den vergangenen Wochen deutlich unter Druck. Auf Ankündigung der Teilmobilmachung reagieren beiden Werte aber mit einem deutlichen Plus. Investierte Anleger bleiben weiter dabei.

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