Rheinmetall: So könnte der Trump-Boost funktionieren

Rheinmetall: So könnte der Trump-Boost funktionieren
Foto: CHROMORANGE/Michael Bihlmayer/dpa/picture alliance
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Maximilian Völkl 06.02.2025, 08:42 Maximilian Völkl

Rüstungsaktien wie Rheinmetall bleiben an der Börse gefragt. Nachdem die Aktie am Dienstag innerhalb weniger Minuten in einer Art Flash Crash mehr als zehn Prozent verloren hatte, wurden die Verluste nur einen Tag später wieder aufgeholt. Für neuen Schwung könnte die Präsidentschaft von Donald Trump in den USA sorgen.

Bereits im Wahlkampf hatte Trump gefordert, dass die NATO-Verbündeten fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung investieren sollen. Bislang liegt das Ziel des Verteidigungsbündnisses lediglich bei zwei Prozent. Doch Trump hat es satt, dass die USA die Weltpolizei spielen und vielen Ländern Schutz garantieren. Um den Druck zu verstärken, könnte er seine Lieblingskarte spielen: Zölle.

Bereits zu Wochenbeginn hat sich gezeigt, wie Trumps Politik funktioniert. Zölle gegen Kanada und Mexiko haben dazu geführt, dass beide Länder im Gegenzug eine Zusammenarbeit in Grenzfragen signalisiert haben. Ergo: Für Deals oder politische Erfolge ist Trump zu wirtschaftlichen Zugeständnissen bereit. Viele NATO-Partner dürften deshalb ihre Investitionen zügig nach oben schrauben, um Trump nicht zu verärgern.

Den meisten Ländern ist ohnehin klar, dass die eigene Verteidigung verbessert werden muss. Auch Deutschland will autarker werden und die marode Bundeswehr sanieren. Entsprechend ist der Bereich ein guter Ansatzpunkt, um Trump Entgegenkommen zu signalisieren. Für Konzerne wie Rheinmetall bedeutet das natürlich die Aussicht auf zahlreiche neue Aufträge. Bereits jetzt sind die Bücher prall gefüllt, Umsatz und Gewinn werden über Jahre rasant steigen.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Die Kursentwicklung von Rheinmetall in den vergangenen Jahren war beeindruckend. Doch der Rüstungszyklus ist noch immer erst am Anfang. Angesichts der Wachstumsraten geht auch die Bewertung nach wie vor in Ordnung. Anleger lassen die Gewinne bei Rheinmetall deshalb unverändert laufen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.

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