Rheinmetall: Satelliten-Projekt! Aktie schwebt aufs nächste Allzeithoch

Rheinmetall: Satelliten-Projekt! Aktie schwebt aufs nächste Allzeithoch
Foto: Vit-Mar/Shutterstock
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Lars Friedrich 08.05.2025, 20:19 Lars Friedrich

Nächste Top-Nachricht von Rheinmetall: Nach starken Zahlen überraschte der deutsche Rüstungsgigant heute mit einer weiteren Nachricht. Nachdem bislang vor allem Elon Musk mit Starlink als das Maß aller Dinge in Sachen Aufklärung per Satelliten galt, wird künftig auch Rheinmetall auf diesem Gebiet mitspielen. Die Aktie steigt nach der Nachricht prompt weiter.

DER AKTIONÄR hatte es schon am Donnerstagmorgen angekündigt: „Die Aktie reagiert im freundlichen Marktumfeld positiv und steht unmittelbar vor einem weiteren Rekordhoch.“ Am Nachmittag verlieh die Satelliten-Neuigkeit dann zusätzlichen Schub. Kursplus am Ende: rund vier Prozent. Ein neues Allzeithoch wurde heute zwischenzeitlich bei 1.711,50 Euro markiert.

Griff nach den Sternen

Deutschlands größter Rüstungskonzern wird nun also auch im Bereich Weltraumtechnik stärker aktiv. Nachdem sich der Konzern bereits im vergangenen Jahr beim finnischen Satellitenhersteller Iceye beteiligt hatte, folgt nun der nächste Schritt: Ab 2025 soll mit der Produktion hochmoderner Aufklärungssatelliten begonnen werden.

Dazu soll ein gemeinsames Unternehmen mit dem Partner aus Finnland gegründet werden. Der Name: Rheinmetall Iceye Space Solutions. Laut Mitteilung wird Rheinmetall 60 Prozent der Anteile halten, Iceye 40 Prozent. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet. Produziert werden soll in einem Werk in Neuss, das bisher zur Autozulieferer-Sparte gehörte.

„Mit der Gründung des neuen Joint Ventures stoßen wir weiter in die Domäne Weltraum vor“, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger.

Rheinmetall zielt auf einen stark wachsenden Markt: Die Nachfrage nach weltraumgestützter Aufklärung durch Militärs und Sicherheitsbehörden steigt weltweit. Die SAR-Satelliten (Synthetisches Apertur Radar) von Iceye gelten dabei als besonders leistungsfähig. Die ukrainische Armee nutzt Daten von Iceye aktiv für militärische Operationen.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Es bleibt dabei: Der Superzyklus bei Rüstung ist nach wie vor erst am Anfang. Das zeigen nicht nur die jüngsten Zahlen (siehe weiterführende Beiträge am Artikelende), sondern auch Rheinmetalls jüngster Griff nach den Sternen. Dass die Aktie heute auf ein neues Allzeithoch geschwebt ist, ist folgerichtig. Die AKTIONÄR-Empfehlung läuft bereits seit 2022 und liegt inzwischen 900 (!) Prozent im Plus.

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