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Rheinmetall: Nach Allzeithoch – Abstufung durch Morgan Stanley belastet

Rheinmetall: Nach Allzeithoch – Abstufung durch Morgan Stanley belastet
Foto: Shutterstock
Rheinmetall AG -%
Marion Schlegel 20.04.2022, 12:10 Marion Schlegel

Nachdem die Aktie von Rheinmetall am Dienstag bei 217,90 Euro ein neues Allzeithoch markieren konnte, muss sie am heutigen Mittwoch etwas Federn lassen. Nach einer Abstufung durch die US-Investmentbank Morgan Stanley von "Overweight" auf "Equal-weight" geht es 0,8 Prozent nach unten auf 213,20 Euro.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Das Kursziel für Rheinmetall hat Morgan Stanley aber von 191 auf 211 Euro angehoben. Solange eine Deeskalation des Ukraine-Konflikts ausbleibt, dürften Rüstungsaktien weitere Unterstützung erhalten, schrieb Analyst Andrew Humphrey in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Die angekündigten Investitionen in die Verteidigung seien mittlerweile in den Kursen aber eingepreist. Es sei nicht absehbar, dass in den Budgets nochmals nachgelegt wird.

Derweil ist das Interesse an Rheinmetalls Produkten aber weiter groß. Litauen beispielsweise plant den Kauf weiterer Transport-Radpanzer vom Typ "Boxer" aus Deutschland. Eine Delegation unter der Leitung von Vize-Verteidigungsminister Vilius Semeska nahm dazu am Dienstag in München erste Gespräche mit dem Hersteller Artec sowie den Rüstungsfirmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall auf. Auch Vertreter der europäischen Beschaffungsagentur Occar nahmen nach Angaben des litauischen Verteidigungsministeriums an dem Treffen teil.

Litauen hatte 2016 im größten Rüstungsgeschäft seiner Geschichte insgesamt 88 "Boxer" erworben. Nun soll die Armee des baltischen EU- und Nato-Landes mit mehr als 120 weiteren Radpanzern aufgerüstet werden, wie es in der Mitteilung hieß. Ein Vertrag über die Lieferung könnte demnach noch in diesem Sommer unterzeichnet werden.

Unterstützt wird die Aktie von Rheinmetall aber auch von guten Nachrichten aus dem zweiten wichtigen Standbein des Unternehmens, der Automobilbranche. Hier profitiert man davon, dass deutsche Autobauer nach Wochen des Lockdowns ihre Produktion in China schrittweise wieder aufnehmen.

AKTIONÄR-Leser, die der Empfehlungen für Rheinmetall gefolgt sind, liegen nun bereits deutlich im Plus. Das Umfeld für Rüstungswerte ist weiter gut. Gewinne laufen lassen.

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