Deutliche Verluste in der Rüstungsbranche haben zu Wochenbeginn auch die Aktie von Rheinmetall belastet. Der Blue Chip verliert auch am Dienstag erneut leicht an Boden und kann sich nach wie vor nicht nachhaltig von den Tiefs lösen. Konzernchef Armin Papperger setzt nun aber ein klares Zeichen.
Das Wichtigste kurz und knapp
• CEO Armin Papperger kauft im großen Stil Aktien zu.
• Rumänien bestellt im Milliarden-Wert bei Rheinmetall.
• Die Aktie kann sich im schwachen Branchenumfeld nicht von den jüngsten Tiefs lösen.
Am Montag hat der schillernde Rheinmetall-CEO für fast genau fünf Millionen Euro Aktien gekauft. Zu einem Kurs von 1.249,91 Euro hat Papperger zugeschlagen und sein eigenes Portfolio damit ausgebaut. Er untermauert damit einmal mehr, dass er an eine erfolgreiche Zukunft glaubt und seine Wachstumsziele nicht gefährdet sieht, nachdem zuletzt Sorgen über eine veränderte Kriegsführung die Aktie belastet hatten. Da im Iran-Konflikt vor allem Drohnen und Flugabwehr gefragt sind, hatten einige Anleger Sorgen, dass das Rheinmetall-Portfolio mit viel Munition und gepanzerten Fahrzeugen nicht mehr zeitgemäß sein könnte.
Bereits Ende der vergangenen Woche hatte derweil das rumänische Verteidigungsministerium Beschaffungsverträge mit Rheinmetall unterzeichnet. Den Schwerpunkt des insgesamt 5,7 Milliarden Euro schweren Programms bildet die Beschaffung von 298 Lynx-Schützenpanzern. Doch auch Skynex- und Skyranger-Systeme für die Luftverteidigung, Munition für die Flugabwehr oder See-Patrouillenschiffe sowie Tauchrettungsboote sollen nach Rumänien geliefert werden.
Die jüngst aufgekommenen Zweifel am Produktportfolio von Rheinmetall sollten nicht überbewertet werde. Der Konzern dürfte weiter mit hohem Wachstum punkten und hat sich auch zunehmend bei neuen Technologien wie der Drohnenabwehr positioniert. Die Aktie ist in der vergangenen Woche allerdings unter den Stoppkurs des AKTIONÄR gerutscht. Für einen Wiedereinstieg müsste sich das Chartbild weiter aufhellen – und eine Trendwende klarer werden.
Häufige Fragen zur Rheinmetall-Aktie
Was macht Rheinmetall?
Die Defence-Sparte von Rheinmetall zählt nach Unternehmensangaben zu den namhaften Adressen der internationalen Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie. Das Unternehmen ist weltweit tätig und erzielt mehr als zwei Drittel seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Von der Automotive-Sparte will sich der Konzern dagegen trennen.
Zahlt Rheinmetall eine Dividende?
Ja. Rheinmetall zahlt seit Jahren einmal jährlich eine Dividende an die Aktionäre und hat diese dank der explodierenden Gewinne zuletzt auch deutlich gesteigert.
Wie macht sich der Rüstungsboom bei der Aktie bemerkbar?
Rheinmetall war 2023, 2024 und 2025 jeweils einer der zwei stärksten Performer im DAX.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.
Heute, 16:59