Rheinmetall: Angriff auf das Allzeithoch – gelingt jetzt der Ausbruch?

Rheinmetall: Angriff auf das Allzeithoch – gelingt jetzt der Ausbruch?
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Marion Schlegel 23.01.2023, 08:52 Marion Schlegel

Eine Abstufung der UBS konnte die Aktie von Rheinmetall in der vergangenen Woche nur kurz ausbremsen. Das Papier drehte im Tagesverlauf wieder ins Plus und auch am heutigen Montag kann die Aktie weiter leicht zulegen. In den Fokus rückt nun aber ein starker Widerstand: das im Juli vergangenen Jahres bei 227,90 Euro markierte Allzeithoch.

Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Rheinmetall am Freitag zwar von 204 auf 233 Euro angehoben. Nach der massiv überdurchschnittlichen Kursentwicklung im Vorjahr stufte Analyst Sven Weier die Papiere aber von "Buy" auf "Neutral" ab. Eine Menge positiver Aspekte sei bereits eingepreist – insbesondere mittelfristige hohe Investitionen in Wehrtechnik. Weier geht zunächst nicht von einer weiteren Outperformance der Aktien aus.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Optimistischer zeigte sich hingegen in der vergangenen Woche die Deutsche Bank. Sie hat das Kursziel für Rheinmetall von 220 auf 250 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Christoph Laskawi rechnet laut einer am Mittwoch vorliegenden Studie mit einem zuversichtlichen Ausblick auf ein ordentliches Wachstum. Zusätzliches Potenzial sieht der Experte durch mögliche Marder-Panzer-Lieferungen an die Ukraine. Sein Kursziel basiert nun auf den Schätzungen für 2024.

Nach langem Zögern hatte sich Deutschland zu Jahresbeginn doch zur Lieferung von Schützenpanzern in die Urkaine entschieden. Geliefert werden sollen zunächst 40 Panzer vom Typ Marder, hieß es. Für Rheinmetall ist die Marder-Lieferung in jedem Fall ein angenehmer Auftrag, geht es dabei doch um eine Art Zweitverwertung.

Derzeit wird über die Lieferung von Leopard-Kampfpanzern an die Ukraine diskutiert.

Die steigenden Rüstungsausgaben sprechen für eine Fortsetzung der starken Entwicklung der Rheinmetall-Aktie. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt Auch die Automobil-Zuliefersparte des Unternehmens ist gut positioniert. Die zu erwartende Erholung im Autosektor würde beflügeln. Aus charttechnischer Sicht gilt es nun aber, das Rekordhoch zu knacken. Gelingt dies, wäre dies ein neues starkes Signal für die Aktie. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 160,00 Euro weiter investiert.

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