Rheinmetall erlebt an der Börse einen ganz schwarzen Tag. Die Aktie des Rüstungskonzerns und ehemaligen Highflyers büßt im frühen Mittwochshandel 15 Prozent ein, was den größten Verlust seit 2001 bedeutet. Greifen die Antizykliker nicht bald zu, droht ein zeitnaher Abverkauf bis auf diese Marken.
Rheinmetall leidet darunter, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius einen Großauftrag der Bundeswehr für den Bau von Fregatten des Typs F126 storniert hat. Analyst David Perry von JPMorgan sieht darin einen größeren Rückschlag für den Rüstungskonzern. Stattdessen sollen nun acht Meko-Fregatten des deutschen Herstellers TKMS beschafft werden, die vor allem für die U-Boot-Jagd geeignet sind. Die TKMS-Titel zogen im MDAX mächtig an. Die Aktie gewinnt neun Prozent.
Bei Rheinmetall indes sieht die charttechnische Situation immer düsterer aus. Die Aktie ist auf den tiefsten Stand seit April 2025 abgestürzt. Nun kommt es darauf an, dass das 2025er-April-Tief bei 933 Euro als nächste Unterstützung hält. Hält es nicht, könnten die Bären die Aktie bis auf 792 Euro durchreichen – dort verläuft die 200-Tage-Linie auf Wochenbasis.
Bei Rheinmetall ist aus der Konsolidierung eine scharfe Korrektur geworden. Die Aktie fiel bereits vor Wochen unter den Stoppkurs des AKTIONÄR und wurde auch aus dem Depot verkauft. TKMS hingegen ist noch laufende Empfehlung. Kursziel: 100 Euro.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 09:39