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Renk zweistellig im Minus – das steckt hinter dem Kursrutsch

Renk zweistellig im Minus – das steckt hinter dem Kursrutsch
Foto: Renk Group
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Marion Schlegel 10.06.2025, 18:42 Marion Schlegel

Die Rüstungswerte standen heute massiv unter Druck. Die Aktie von Rheinmetall war mit einem Minus von 5,8 Prozent der schwächste Wert des Tages im DAX. Noch stärker nach unten ging es bei Renk im MDAX. Das Papier verlor am Ende fast zwölf Prozent und war damit noch vor Hensoldt mit minus 6,1 Prozent der mit Abstand größte Verlierer im Index der mittelgroßen Werte. Belastet hat hier neben Gewinnmitnahmen gleich eine doppelte Abstufung.

Renk (WKN: RENK73)

Nach der extrem starken Entwicklung in den vergangenen Monaten setzten zuletzt bei den Rüstungsaktien Gewinnmitnahmen ein. Eine aktuelle Analyse der kanadischen RBC-Bank beschreibt die Marktstimmung gegenüber dem Verteidigungssektor als derzeit durchwachsen. Insbesondere die Unsicherheit über künftige staatliche Verteidigungsetats bremse die Kursfantasie – vor allem bei den großen Herstellern. Vor dem anstehenden NATO-Gipfel in zwei Wochen rückt die Diskussion über eine deutliche Erhöhung der europäischen Verteidigungsausgaben – eine zentrale Forderung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump – erneut ins Rampenlicht.

Besonders stark unter Druck geriet am Dienstag die Aktie von Renk. Das Papier des Panzergetriebeherstellers verlor im MDAX als Schlusslicht zuletzt 11,7 Prozent. Für zusätzlichen Druck sorgte hier die Abstufung durch die Bank of America (BofA) von "Buy" auf "Underperform" um gleich zwei Stufen. Das Kursziel wurde von 58,50 Euro auf 73,00 Euro erhöht, was allerdings klar unter dem derzeitigen Kurs der Aktie ist. Als Grund führte Analyst Benjamin Heelan an, dass die Aktie kurzfristig zu heiß gelaufen sei. Zudem kritisierten sie das Fehlen von Aktivitäten im Bereich der Rüstungselektronik, was das künftige Wachstumspotenzial einschränken könnte.

Auch DER AKTIONÄR hatte zuletzt im Rüstungsbereich zu ersten Gewinnmitnahmen geraten. Die Restpositionen sollten Anleger aber in Anbetracht der mittelfristigen nach wie vor starken Aussichten aber laufen lassen. Auch nach der heutigen heftigen Korrektur befinden sich AKTIONÄR-Leser seit der Empfehlung noch immer mehr als 250 Prozent im Plus.

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