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25.03.2021 Benedikt Kaufmann

Razer: Gaming-Aktie nach Jahreszahlen ein attraktiver Kauf

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RAZER

Erst die Fintech-Probleme, dann der Abverkauf bei Gaming- und Tech-Aktien – doch am Mittwoch meldete sich Razer mit den Geschäftszahlen für 2020 eindrucksvoll zurück.

Mit einem Umsatzzuwachs von 48 Prozent auf 1,21 Milliarden Dollar gehört Razer im Corona-Jahr 2020 ganz klar zu den großen Profiteuren der Krise. Das rasante Wachstum hat dem Gaming-Konzern dabei geholfen, erstmals profitabel zu wirtschaften. Der Nettogewinn kletterte auf 0,81 Millionen Dollar, nachdem 2019 noch ein Verlust von 83,5 Millionen Dollar geschrieben wurde.

Die treibende Kraft hinter dem starken Geschäftsjahr war die Hardware-Sparte, in der Razer Laptops, Kopfhörer oder Tastaturen für Gamer verkauft. Laut Geschäftsführung wuchs das Kerngeschäft um 52 Prozent und erlöste 1,01 Milliarden Dollar.

Noch in den Kinderschuhen steckt die Services-Sparte, in der Razer seine Fintech-Geschäfte bündelt. Hier stiegen die Erlöse um 67 Prozent auf 0,13 Milliarden Dollar. Razer Fintech konnte als einer der führenden Zahlungsdienstleister in Südostasien sein Zukunftsgeschäft weiter ausbauen und insgesamt rund 4,3 Milliarden Dollar abwickeln – ein Zuwachs von 104 Prozent.

Hier geht's zum Geschäftsbericht von Razer

Ausblick etwas unklar

Beim Ausblick für 2021 hält sich das Razer-Management jedoch zurück. Laut Mitteilung will man das Wachstumsmomentum auch 2021 beibehalten und überdurchschnittliches Wachstum erzielen. Ob damit jedoch ähnliche Wachstumsraten wie 2020 oder höhere als vor dem Ausnahmejahr gemeint sind, bleibt aktuell offen. Klar positiv anzumerken ist jedoch, dass Razer seine neu gewonnene Profitabilität auch 2021 beibehalten will.

Mit den Jahreszahlen meldet sich Razer erfolgreich am Finanzmarkt zurück und stoppt den jüngsten Abwärtstrend. Von einem neuen Aufwärtstrend kann jedoch erst wieder gesprochen werden, wenn die Razer-Aktie die Marke von 2,80 Hongkong-Dollar überwindet.

Traut man Razer zu aufgrund der aktuell noch anhaltenden Pandemie und neuen Produkten auch 2021 durchschnittlich so stark zu wachsen wie seit Börsengang (33 Prozent CAGR), könnte der Konzern im laufenden Jahr 1,61 Milliarden Dollar erlösen. Basierend auf dieser Schätzung ist die Razer-Aktie mit einem 21er-KUV von 1,6 bewertet. Unverändert attraktiv für einen Gaming-Konzern mit aussichtsreichen Fintech-Ambitionen. Leser, die nicht direkt in Hongkong handeln, achten bitte auf den Spread.

RAZER (WKN: A2H6WY)

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