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05.03.2020 Marion Schlegel

ProSiebenSat.1 zahlt weniger Dividende, aber …

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ProSiebenSat.1 Media
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Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 treibt seinen Umbau voran und konnte den Anteil des Nicht-TV-Werbegeschäfts im abgelaufenen Jahr weiter steigern. Wachstumstreiber waren das digitale und das smarte Werbegeschäft, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Unterföhring bei München mit. Diese Strategie will der Konzern auch im laufenden Jahr fortsetzen und weiter investieren.

Aufgrund der Investitionen erwartet das Management für 2020 ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBITDA) zwischen 800 und 900 Millionen Euro und damit eventuell etwas weniger als 2019. Der Umsatz soll allerdings zulegen und zwischen 4,2 und 4,4 Milliarden Euro liegen.

ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777)

Im abgelaufenen Jahr ging das bereinigte operative Ergebnis wie erwartet zurück und sank um 14 Prozent auf 872 Millionen Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn legte um 66 Prozent auf 413 Millionen Euro zu. Gründe waren vor allem geringere Sondereffekte als im Vorjahr.

Der Konzern schlägt eine Dividende von 0,85 Euro je Aktie vor, nach 1,19 Euro ein Jahr zuvor. ProSiebenSAt1. befindet sich im Umbau, weil der Konzern schon länger gegen bröckelnde Werbeeinnehmen kämpft. Das entspricht beim aktuellen Kurs aber immer noch einer Rendite von 7,9 Prozent.

Max Conze, Vorstandsvorsitzender von ProSiebenSat.1 kommentierte: „Der Umbau von ProSiebenSat.1 zum diversifizierten Digitalkonzern kommt gut voran. Trotz einer Branche im Umbruch und schwieriger Rahmenbedingungen im TV-Werbemarkt haben wir es geschafft, unseren Umsatz um drei Prozent zu steigern. Gleichzeitig kam im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte unseres Umsatzes nicht mehr aus dem TV-Werbegeschäft. Wir machen große Fortschritte im Bereich der digitalen und smarten Werbung mit einem Umsatzanstieg um 38 Prozent. Auch die jeweils zweistelligen Wachstumsraten von Red Arrow Studios und NuCom Group zeigen, dass wir die richtigen Prioritäten setzen.“

Die Aktie von ProSiebenSat.1 arbeitet derzeit an einer Bodenbildung. Am heutigen Donnerstag reagiert die Aktie allerdings mit einem massiven Minus. Nun gilt es, das jüngste Tief bei 10,24 Euro zu verteidigen. Im europäischen Peergroup-Vergleich ist der Wert aber weiter günstig bewertet.

(Mit Material von dpa-AFX)

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