05.05.2015 Nikolas Kessler

ProSiebenSat.1 vor den Zahlen: Was erwartet die Anleger?

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DAX
Trendthema

Am kommenden Donnerstag wird die Sendergruppe ProSiebenSat.1 ihren Zwischenbericht für das erste Quartal präsentieren. Böse Überraschungen dürfte es für die Anleger dabei nicht geben – ganz im Gegenteil: Analysten rechnen mit steigenden Umsätzen und weiterem Wachstum.

Vor allem steigende Umsätze im deutschen TV-Werbemarkt dürften dem Münchner Medienkonzern demnach weiterhin die Kassen füllen. Dabei profitiert das Unternehmen auch von der soliden Konjunktur in Deutschland, die maßgeblich bestimmt, wie viel Geld sich Werbekunden ihre Fernsehspots und andere Werbeformate kosten lassen. Nach Einschätzung des Meinungsforschungsinstituts Nielsen seien die Umsätze mit Fernsehwerbung in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zu anderen Medien besonders stark gestiegen. Das dürfte sich auch in der Zwischenbilanz von ProSiebenSat.1 wiederspiegeln.

Auch die Analysten von JPMorgan beobachten, dass Werbekunden Anteile ihrer Budgets aus Zeitungen und Zeitschriften abziehen und stattdessen vermehrt auf TV-Werbung setzen. Die Experten der Berenberg-Bank beschreiben eine ähnliche Entwicklung, allerdings würden die Mittel aus den Print-Budgets auch immer stärker in Online-Werbung fließen – und damit eine potenzielle Bedrohung für das Kerngeschäft von ProSiebenSat.1 darstellen.

Die Münchner sind allerdings auch online bestens aufgestellt. Das Digitalgeschäft mit E-Commerce-Plattformen wie weg.de oder billiger-mietwagen.de und der Online-Videothek Maxdome dürften Umsatz und Gewinn erneut angeschoben haben. Zuletzt ist die Online-Sparte deutlich schneller gewachsen als das Kerngeschäft mit klassischer TV-Werbung. Analystin Alexandra Schlegel vom Bankhaus Lampe rechnet im Online-Bereich mit weiteren Zukäufen.

Dabeibleiben!

Derzeit notiert das Papier unterhalb des Allzeithochs von 49,33 Euro. Impulse für einen Ausbruch über die Bestmarke könnte neben den Quartalszahlen auch die für Ende Mai geplante Ausschüttung der Dividende in Höhe von 1,60 Euro je Aktie liefern. Investierte Anleger bleiben dabei!

(Mit Material von dpa-AFX)

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