09.05.2018 Nikolas Kessler

ProSiebenSat.1 meldet leichten Umsatzrückgang – Aktie schmiert ab

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ProSiebenSat.1
Trendthema

Bei ProSiebenSat.1 hat sich der Konzernumbau im ersten Quartal negativ auf den Umsatz ausgewirkt. Dass sowohl das operative Ergebnis, als auch der Gewinn leicht gestiegen sind, genügt den Anlegern nicht – sie schicken die ProSieben-Aktie mit dickem Minus auf die Bretter.

Der Verkauf von großen Teilen der Reisesparte im vergangenen Jahr hat sich im ersten Quartal negativ auf die Bilanz von ProSiebenSat.1 ausgewirkt. Der Umsatz der Commerce-Sparte ist durch den Verkauf von Etraveli und weg.de um 14 Prozent auf 159 Millionen Euro zurückgegangen. Auch im Segment Content Production & Global Sales sank der Erlös um 13 Prozent auf 97 Millionen Euro – vor allem wegen negativer Währungseffekte.

Im Bereich Entertainment – mit dem linearen TV-Geschäft in den letzten Quartalen das Sorgenkind im Konzern – ist der Umsatz um zwei Prozent auf 624 Millionen Euro gestiegen. Insgesamt ist der Konzernerlös damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 881 Millionen Euro gesunken.

Dessen ungeachtet ist das bereinigte EBITDA um sieben Prozent auf 200 Millionen Euro gestiegen. Der bereinigte Gewinn kletterte um sechs Prozent auf 93 Millionen Euro.

Prognose bestätigt – trotz Dämpfer zur Jahresmitte

Interimschef Conrad Albert hat die zu Jahresbeginn in Aussicht gestellte Prognose bestätigt. Demnach soll der Umsatz 2018 weiterhin im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen, bei einer bereinigten Ebitda-Marge im mittleren 20-Prozentbereich. Für das zweite und dritte Quartal rechnet der Vorstand allerdings zunächst mit einem Rückgang beim operativen Ergebnis. Schuld daran sei unter anderem eine stärkere Konzentration der Programmkosten zur Jahresmitte.

Aktie deutlich im Minus

Bei den Anlegern kann ProSiebenSat.1 mit dem nach eigenen Worten „soliden“ Jahresstart nicht Punkten: Für die Aktie geht es am Mittwoch bis zu neun Prozent bergab. Der zwischenzeitliche Sprung über die 30-Euro-Marke ist dadurch Makulatur, das ohnehin schwache Chartbild trübt sich weiter ein. Investierte Anleger sollten Stopp bei 26,50 Euro im Auge behalten.