07.05.2020 Marion Schlegel

ProSiebenSat.1: Gleich 3 mal „Kaufen“

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ProSiebenSat.1 Media

ProSiebenSat.1 hat seine vorläufigen Geschäftszahlen vom Jahresauftakt bestätigt und traut sich mit Blick auf das Gesamtjahr noch keine weiteren Prognosen zu. Der Medienkonzern erwartet aber durch Covid-19 in allen Segmenten eine starke Beeinträchtigung des Geschäfts, wie er am Donnerstag in Unterföhring bei München mitteilte.

Im ersten Quartal ging der auf die Aktionäre des Konzerns entfallende Gewinn unter dem Strich und im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent auf 37 Millionen Euro zurück. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank – wie bereits bekannt – um 17 Prozent auf 157 Millionen Euro. Die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise hatten das margenstarke Werbegeschäft in der zweiten Märzhälfte belastet. Der Umsatz legte um ein Prozent auf 926 Millionen Euro zu.

ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777)

Die DZ Bank hat den fairen Wert für ProSiebenSat.1 nach den endgültigen Geschäftszahlen zum ersten Quartal von 9,30 auf 11,30 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Die Resultate des Medienkonzerns lägen nach der Gewinnwarnung sowie den im April ausgesetzten Jahreszielen und der zugleich für 2019 ausgesetzen Dividenden im Rahmen der Erwartungen, schrieb Analyst Harald Schnitzer in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Den neuen fairen Wert begründete Schnitzer mit den immer wieder auftauchenden Übernahmegerüchten. Im Zuge der jüngsten Umwälzungen im Mediensektor sei es nicht auszuschließen, dass an den Spekulationen etwas dran sein könnte.

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für ProSiebenSat.1 nach den endgültigen Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 12,20 Euro belassen. Das entspräche beim aktuellen Kurs einer Chance von gut 37 Prozent. Der Medienkonzern habe die vorab vorgelegten Eckdaten bestätigt, schrieb Analyst Richard Eary in einer ersten Reaktion am Donnerstag.

Die Aktie von ProSiebenSat.1 ist am heutigen Donnerstag mit einem leichten Plus von 0,8 Prozent auf 8,89 Euro aus dem Handel gegangen. DER AKTIONÄR hält die Aktie nach dem jahrelangen Kursverfall weiterhin für günstig bewertet. Die Aktie eignet sich allerdings nur für risikobereite Anleger.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: ProSiebenSat.1 Media.