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17.01.2014 Michael Herrmann

ProSiebenSat.1: Die Großen sind raus – und jetzt?

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DAX

Es ist soweit: KKR und Permira trennen sich nun auch von ihren letzten Anteilen an ProSiebenSat.1. Die Finanzinvestoren starten die letzte Verkaufswelle und werden künftig keine Anteile an dem Medienkonzern mehr halten. DER AKTIONÄR zeigt, was das für die erfolgsverwöhnten Anleger des deutschen Medienkonzerns bedeutet.

Sieben Jahre nach der Übernahme der ProSiebenSat.1 Media AG verkaufen die Finanzinvestoren KKR und Permira jetzt ihr letztes Aktienpaket. Die verbliebenen 36,3 Millionen Aktien sollten an institutionelle Investoren veräußert werden, teilte die von KKR und Permira kontrollierte Lavena-Holding mit. Nach der Transaktion werden KKR und die Permira Fonds keine weiteren Anteile an ProSiebenSat.1 halten. Im November hatten sie bereits 35 Millionen Papiere, oder 16 Prozent der ProSiebenSat.1-Anteile, verkauft.

34 Euro oder mehr

Kreisen zufolge wurden die Anteilscheine an dem Medienkonzern bereits für einen Preis zwischen 34 Euro und dem Marktpreis angeboten. Die beiden Investoren waren im Dezember 2006 bei dem einst Fernsehkonzern eingestiegen. Nachdem der komplette Verkauf mangels zahlungskräftiger Interessenten gescheitert war, hatten sich KKR und Permira zum schrittweisen Ausstieg entschlossen.

Jetzt ist der Weg frei

Der Ausstieg dürfte ganz kurzfristig zwar belastend wirken. Insgesamt ist er aber eine gute Nachricht für die Anleger des Medienkonzerns. Ein möglicher Verkaufsdruck durch einen endgültigen Abschied der Großinvestoren galt als einer der größten Unsicherheitsfaktoren bei ProSiebenSat.1. Nachdem dieser nun fix ist, dürfte die Aktie bald wieder Fahrt aufnehmen, zumal ProSiebenSat.1 damit nun ein heißer Kandidat für den Aufstieg in den DAX ist. Durch den Ausstieg der Großinvestoren geht der Blick in wieder auf das Geschäft des Medienkonzerns – und dort dürfte ProSiebenSat.1 von Quartal zu Quartal neue Rekorde aufstellen. Die Aktie bleibt ein Top-Investment.

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