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02.07.2012 Steffen Eidam

Pro und Contra Gerry Weber

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Der Modehersteller Gerry Weber steht vor einer wichtigen charttechnischen Entscheidung. Während einerseits ein Kaufsignal für steigende Kurse sorgen könnte, rät ein Analystenhaus zum Verkauf der Aktie.

Die Notierung von Gerry Weber steuert mit Schwung auf eine charttechnische Hürde zu. Gelingt der Ausbruch, dürften die Bullen einmal mehr die Oberhand gewinnen. Ein neuer Analystenkommentar weist hingegen auf fundamentale Gefahren hin. Pro oder Contra Gerry Weber?

Schwierige Zeiten

Die Wissmach-Übernahme durch Gerry Weber wurde von den meisten Analysten als strategisch sinnvoll beurteilt. Jennifer Gaussmann von Cheuvreux ist der Meinung, dass Investoren aber auch auf das aktuell schwierige Umfeld im Bekleidungssektor in Deutschland und die Integrationsrisiken der Wissmach-Filialen vor allem in Taifun denken sollten. Inklusive der Wissmach-Geschäfte rechnet sie mit einem Umsatzplus von durchschnittlich sechs Prozent, während das Ergebnis um acht Prozent anziehen dürfte. Das Kursziel für Gerry Weber hat Gaussmann von 22,30 auf 30,50 Euro angehoben, das Urteil lautet aber weiter auf "underperform".

 
Nächster Anlauf

Aus charttechnischer Sicht nähert sich die Aktie von Gerry Weber inzwischen erneut dem Widerstand auf Höhe des Mai-Hochs bei 32,30 Euro. Damals konsolidierten die Titel bis auf 27,80 Euro um in der anschließenden Gegenbewegung am alten Hoch zu scheitern. Gelingt nun der Ausbruch im zweiten Anlauf, würde ein neues Kaufsignal generiert. Die Notierung hätte dann Luft bis zur nächsten Hürde bei im Bereich um 35,65 bis 36,50 Euro.

Richtung Allzeithoch

Gerry Weber bleibt aus Sicht des AKTIONÄR weiter kaufenswert, siehe Hebelzertifikat auf den Modekonzern in seinem Derivate-Musterdepot. Das nächste Kursziel für die Aktie wird auf 38 Euro taxiert. Dies würde bedeuten, dass Gerry Weber ein neues Allzeithoch markieren würde.

Behandelte Werte

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