31.03.2020 Michel Doepke

PowerCell: Schon wieder Bosch!

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PowerCell

Der schwedische Brennstoffzellen-Entwickler PowerCell hat einen Auftrag von Bosch für den Stack S3 erhalten. Den Auftragsgegenwert beziffert die Gesellschaft auf 11,5 Millionen Schwedische Kronen (umgerechnet 1,05 Millionen Euro). PowerCell rechnet dank der Order mit einem positiven finanziellen Effekt im ersten Quartal 2020.

Der Auftrag umfasse mehrere PowerCell S3-Brennstoffzellen-Stacks, die im Rahmen der gemeinsamen Entwicklungs- und Lizenzvereinbarung an Bosch geliefert werden, heißt es aus der Firmenzentrale in Göteborg. Im April letzten Jahres hat PowerCell mit Bosch diesen Deal auf den Weg gebracht. Inzwischen sind die Deutschen auch als Großaktionär bei den Schweden an Bord.

Für Jürgen Gerhardt, Produktbereichsleiter mobile Brennstoffzelle bei der Robert Bosch GmbH, steht fest: „Die Brennstoffzellen-Technologie hat einen Stand erreicht, mit dem eine Serienindustrialisierung vorangetrieben werden kann", so der Experte gegenüber dem AKTIONÄR. Mit PowerCell will Bosch eine Serienfertigung hochziehen. Bis zum Start geht jedoch noch etwas Zeit ins Land. „Als Zulieferer sind unsere Serienanläufe eng an die Planungen unserer Kunden geknüpft. Wir planen aktuell mit einem Serienstart in 2022/2023", erklärt Gerhardt.

PowerCell (WKN: A14TK6)

Bosch sorgt bei PowerCell für mächtig Fantasie. Gelingt die Serienfertigung und die Aufträge schnellen nach oben, sollte die Umsatz- und Ergebnisentwicklung bei den Schweden spürbar an Dynamik gewinnen. Die PowerCell-Aktie bleibt eine hochspannende, wenngleich auch spekulative Wette auf den Durchbruch der Brennstoffzellen-Technologie. Mit Bosch an der Seite kann das gelingen.