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Porsche, BMW und Volkswagen: Jetzt auch noch das?

Porsche, BMW und Volkswagen: Jetzt auch noch das?
Foto: Getty Images
Bayerische Motoren Werke AG -%
Thorsten Küfner 21.10.2025, 17:46 Thorsten Küfner

Während es an Weltbörsen immer weitere Rekorde zu vermelden gibt, hinken die Aktien der deutschen Autobauer weiterhin hinterher. Während sich die Vorzüge von Volkswagen und die Papiere von BMW im Jahresverlauf immerhin stabil gezeigt haben, verteuerten sich die Porsche-Aktien erneut deutlich. Und es gibt neue Hiobsbotschaften für die Branche. 

Denn die deutschen Automobilhersteller stehen womöglich vor einer neuen Halbleiterkrise. Wegen Problemen beim niederländischen Chiphersteller Nexperia könnten schon bald Produktionsstopps drohen, warnt der Verband der Automobilindustrie (VDA). "Die Situation könnte schon in naher Zukunft zu erheblichen Produktionseinschränkungen, gegebenenfalls sogar zu Produktionsstopps führen, falls die Lieferunterbrechung von Nexperia-Chips nicht kurzfristig behoben werden kann", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Bei Nexperia gibt es Lieferprobleme, nachdem die niederländische Regierung die Kontrolle über die bisher von einer chinesischen Konzernmutter geführten Firma übernommen hatte. Das Unternehmen habe daraufhin Automobilhersteller und Zulieferer informiert, "dass das Unternehmen die Belieferung der Automobilzulieferkette mit seinen Chips nicht mehr in Gänze gewährleisten kann", so die VDA-Chefin.

Nexperia ist laut VDA ein wichtiger Zulieferer, dessen Halbleiter häufig in elektronischen Steuergeräten von Fahrzeugelektroniksystemen zum Einsatz kommen. "Der VDA ist seither mit den betroffenen Unternehmen, der Industrie, der Bundesregierung sowie der EU-Kommission in Kontakt. Aktuell sollte der Fokus sein, schnelle und pragmatische Lösungen zu finden", erklärte Müller. Nexperia produziert unter anderem in Hamburg, ist Berichten zufolge aber auf Zulieferungen aus China angewiesen, die nun ausblieben.

BMW (WKN: 519000)

Noch ist unklar, inwieweit die Probleme bei Nexperia das operative Geschäft der deutschen Autobauer belasten werden. Grundsätzlich hält DER AKTIONÄR an seiner Einschätzung zu den DAX-Titeln fest: Mutige können bei BMW nach wie vor investiert bleiben. Bei den Anteilscheinen von Volkswagen und Porsche drängt sich indes kein Einstieg auf. 

Porsche AG (WKN: PAG911)

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz., Porsche AG.

Enthält Material von dpa-AFX

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