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16.04.2011 Florian Westermann

Porsche am Scheideweg: Wie geht es weiter?

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Die Aktie der Sportwagenschmiede Porsche hatte in den vergangenen Wochen keinen leichten Stand. Inzwischen scheint zumindest das Schlimmste überstanden - die milliardenschwere Kapitalerhöhung ist erfolgreich über die Bühne gebracht worden. Wie geht es nun weiter?

Für die Aktie der Sportwagenschmiede Porsche geht es seit Wochen nach unten. Zumindest in den letzten Tagen ist wenigstens eine Stabilisierung festzustellen. Wie Porsche am Donnerstag bekannt gab, wurde die milliardenschwere Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen. Der Nettoemissionserlös von rund 4,9 Milliarden Euro wird vollständig zur Tilgung von Bankverbindlichkeiten verwendet. Wie bereits angekündigt, wurden von den Stammaktionären sämtliche Bezugsrechte ausgeübt. Bei den neuen Vorzugsaktien lag die Quote bei rund 99,7 Prozent.

Kursziel 60 Euro

Die Analysten von Morgan Stanley haben die Porsche-Aktie am Freitag mit der Einstufung "Equal-weight" wieder aufgenommen. Das Kursziel lautet 60,00 Euro. Wegen der rechtlichen Risiken sei ein Kaufvotum trotz des hohen Kurspotenzials aber nicht gerechtfertigt.

Halte-Position

Die erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung ist für den geplanten Zusammenschluss mit VW unabdingbar. Durch den niedrigen Ausgabepreis von 38,00 Euro pro neuer Aktie ist allerdings eine unerwartet hohe Verwässerung eingetreten. Auch ist nach wie vor ungewiss, ob die anvisierte Fusion mit VW letztendlich gelingt. Im Raum schweben nach wie vor ungeklärte juristische und steuerliche Fragen. Investierte Anleger bleiben am Ball. Ein Neueinstieg drängt sich allerdings nicht auf. Als Alternative bietet sich die VW-Aktie an. Der Wolfsburger Autobauer ist mit 49,9 Prozent am operativen Geschäft von Porsche beteiligt.

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