Porsche hat in New York das Design seines neuen Supersportwagens vorgestellt. Der Wagen mit dem Namen "Mission S" soll das neue Spitzenmodell des Stuttgarter Autobauers werden und in der Produktpalette oberhalb der Sportwagen-Ikone 911 angesiedelt sein, teilte Porsche mit.
"Der Mission S verbindet eine kraftvolle Mittelmotor-Supersportwagenplattform mit einer klaren, von historischen Porsche-Ikonen inspirierten Formensprache", sagte Porsches neuer Chefdesigner Tobias Sühlmann. Anspruch sei es, höchste Ingenieurskunst mit maximaler Flexibilität zu kombinieren.
Der Supersportwagen ist ein Baustein der neuen Unternehmensstrategie des von Ferrari gekommenen Konzernchefs Michael Leiters. Er will Porsches Luxussegment ausbauen und künftig weniger, aber teurere Autos verkaufen. Der Anteil besonders teurer Luxusmodelle soll demnach von rund einem Drittel auf fast die Hälfte steigen. Bis 2030 soll der Durchschnittspreis der teuersten 10.000 verkauften Autos von 270.000 auf 330.000 Euro klettern.
Zu den technischen Daten des neuen Wagens äußerte sich Porsche nicht. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens sollen allerdings Verbrennungsmotoren wieder eine größere Rolle spielen.
Erst vor kurzem hat Porsche CEO Michael Leiters auf dem Kapitalmarkttag den Fokus nochmals geschärft.
Porsche will den Break-even auf weniger als 200.000 Fahrzeuge pro Jahr senken, um weniger stark von hohen Absatzzahlen abhängig zu sein. Dazu soll die Zahl der Modellvarianten um 20 Prozent sinken. Zugleich will das Unternehmen den Anteil margenstarker Fahrzeuge der oberen Segmente ausbauen. Geplant ist außerdem eine neue Mittelmotor-Supersportwagenplattform oberhalb des Porsche 911. Auch wird ein großes SUV oberhalb des Cayenne wird geprüft. Bis 2030 soll jedes Jahr mindestens ein neues, markenprägendes Produkt erscheinen.
Die Analysten goutierten die News. Deutsche Bank Research hat die Einstufung für Porsche AG vor den am 27. Oktober erwarteten Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. JPMorgan sieht ein Kursziel von 50 Euro.
Die Elemente der Wende der Porsche AG werden nach Ansicht von DER AKTIONÄR immer sichtbarer. Dazu zählen unter anderem Anpassungen im Bereich des Produktportfolios. Viele Entscheidungen der Vergangenheit, unter anderem ein zu starker Fokus auf Elektroautos, werden von Vorstand Michael Leiters korrigiert. Dazu werden auch neue Produkte mit Verbrenner- und Hybridantrieb ausgerollt. Der Optimismus ist groß, dass Leiters Porsche wieder Style, wieder Glamour, wieder einen Touch Begehrlichkeit zurückgibt. Wer investiert ist, bleibt dabei.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Porsche AG, Porsche SE.
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