26.01.2015 Florian Söllner

Pegida sind Nazis und China-Handys Plastikschrott? Zoom-Boom bei Sony

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Alle Muslime sind gewaltbereit, sämtliche Pegida-Demonstranten Nazis und Smartphones aus China nur geklonter Plastikschrott. Solche Vorurteile sind praktisch, sie ersparen eigenes Denken. Doch eine neue Betrachtung, ein Zoom lohnt sich oft. Nähert man sich etwa einem China-Handy, erblickt man Überraschendes: Hersteller wie Umi setzen auf eine edle Hülle aus Metall und Gorilla-Glas statt Plastik. Sehr überzeugend sind auch die inneren Werte: In immer mehr China-Smartphones sind erstklassige Kamera-Chips von Sony verbaut.
Der japanische Elektronikkonzern bedient damit einen rasant wachsenden Markt. Seit 2011 sind China-Hersteller Jahr für Jahr um 50 Prozent gewachsen. Der Überflieger Xiaomi glänzt sogar mit dreistelligen Wachstumsraten und setzt ebenfalls auf Sony. Dass die eigene Handymarke Sony angesichts von Hunderten neuen Smartphone-Konkurrenten aus Asien unter Druck kam, kann Sony durch seine starke Rolle als Zulieferer mittlerweile verschmerzen: Alleine im Bereich Devices (Chips) legte Sony im zweiten Quartal um 30 Prozent zu.
Und das war erst der Anfang. Sony hat das Ziel ausgegeben, innerhalb von drei Jahren den Umsatz im Bereich Devices um bis zu 70 Prozent auszubauen. Gleichzeitig steigt die Rentabilität: Die operative Marge soll von jetzt 7,5 Prozent auf zehn bis zwölf Prozent zulegen.

DAF-Interview mit DER AKTIONÄR:

 

Roboterauto mit Sony-Inside
Der Optimismus des Sony-Managements wird nicht nur von den dynamischen Kunden aus China gespeist…

Lesen Sie den kompletten Text in der neuen AKTIONÄR-Ausgabe 06/2016