Nach der gescheiterten Übernahme durch Stripe und den Finanzinvestor Advent International ist PayPal nun wieder auf sich allein gestellt. CEO Enrique Lores verschwendet offenbar keine weitere Zeit, um die Transformation voranzutreiben, und greift zu tiefgreifenden Einschnitten in der Personalstruktur. Ziel ist es, die Profitabilität des Bezahldienstleisters nachhaltig zu steigern.
Die Entscheidung des Zahlungsdienstleisters Stripe und der Beteiligungsgesellschaft Advent, ihre rund 53 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte für PayPal zurückzuziehen, markiert eine Zäsur für das Unternehmen. PayPal-Chef Enrique Lores, der die Führung des Konzerns im März übernommen hatte, wies das Gebot als unzureichend zurück. Nachverhandlungen scheiterten.
Mit dem Ende der Übernahmegespräche liegt der Fokus der Kapitalmärkte vollumfänglich auf der eigenständigen Neuausrichtung des Konzerns. Lores steht unter Zugzwang, die operative Marge spürbar zu steigern und den Restrukturierungsplan umzusetzen. Dieser sieht vor, über ein mehrjähriges Programm Einsparungen von mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar bei den jährlichen Betriebskosten zu erzielen.
Um dieses Ziel zu erreichen, plant die Unternehmensführung den Abbau von bis zu 20 Prozent der weltweiten Belegschaft. Ausgehend von rund 23.800 Angestellten, die der Konzern zum Jahreswechsel zählte, entspricht das knapp 4.800 Arbeitsplätzen. Und die ersten Köpfe rollen bereits.
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03.09.2026, 10:25
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