Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
27.07.2015 Michael Schröder

Panik in China: Schwache Wirtschaft lässt Shanghai Composite Index wieder einbrechen

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An Chinas Börsen ist die Angst zurückgekehrt. Am Montag brach der wichtige Shanghai Composite Index bis zum Handelsschluss um 8,5 Prozent ein und damit so stark wie seit Anfang 2007 nicht mehr. Nach erneut schwachen Wirtschaftsdaten habe die Sorge um sich gegriffen, dass die staatlichen Interventionen zur Stützung der Aktienmärkte nicht ausreichen könnten, begründeten Börsianer die Talfahrt.

Der CSI 300 mit den 300 größten chinesischen Unternehmen auf dem Festland brach bis zum Handelsschluss um 8,55 Prozent ein und schloss bei 3.819,09 Punkten. Der auch für westliche Investoren einfach zugängliche Aktienmarkt in Hongkong hielt sich vergleichsweise gut: Der Hang-Seng-Index gab zuletzt um 3,12 Prozent auf 24.344,46 Punkte nach.

Zuvor waren die Börsen in China drei Wochen wieder im Aufwind, nachdem noch im Juni eine Spekulationsblase zu platzen schien. Die Regierung in Peking hatte auf die massiven Kursverluste mit gigantischen Finanzspritzen, Verkaufsverboten von Aktien und der Aussetzung von Börsengängen reagiert und damit Schlimmeres verhindert. Der Markt sei immer noch fragil, erklärte Aktienstrategin Mari Oshidari in Hongkong. An Chinas Festland-Börsen handeln Millionen Privatanleger, oftmals auf Pump.

Als konkreten Auslöser für die neuerlichen Kursverluste nannten Börsianer staatliche Daten zu leicht rückläufigen Gewinnen in der Industrie im Juni, während zugleich jüngste Restriktionen beim Aktienhandel wieder gelockert wurden. Schon am Freitag war bekannt geworden, dass die Stimmung in den Industrieunternehmen des Landes auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr gefallen war. Es greife die Meinung um sich, dass die Maßnahmen der Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft nicht ausreichten, hieß es von Börsianern.

„Wir gehen zwar davon aus, dass der jüngste Kursrutsch bei den chinesischen Dividendenpapieren auf die böse Überraschung beim wichtigen China Flash PMI zurückzuführen ist“, so die Experten der Nord/LB. „Der Indikator notierte im Juli demnach nur noch bei vergleichsweise schwachen 48,2 Punkten. Auch die heute früh veröffentlichen Industrial Profits sowie die angezogenen Schweinefleischpreise, die nach Auffassung einiger Marktbeobachter einen weiteren Zinsschritt durch die PBOC gefährden, dürften die Kauflaune dämpfen.“

In Deutschland kommen die Nachrichten aus Übersee nicht wirklich gut an. Vor allem die Autobauer stehen unter Druck.

(Mit Material von dpa-AFX)

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