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Nvidia-CEO Huang: „Die Nachfrage ist unvorstellbar hoch“

Nvidia-CEO Huang: „Die Nachfrage ist unvorstellbar hoch“
Foto: Jack Hong/Shutterstock
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Martin Weiß 28.05.2025, 23:10 Martin Weiß

Der US-Chiphersteller Nvidia hat am Mittwochabend nach Börsenschluss mit seinen Zahlen für das erste Quartal 2025 eine eindrucksvolle Vorstellung geliefert – und blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate. Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein.

Die Aktie legte nachbörslich um 3,8 Prozent auf 139,99 US-Dollar zu. Im regulären Handel hatte sie zuvor 0,5 Prozent auf 134,81 Dollar eingebüßt.

Für das zurückliegende Quartal meldete Nvidia einen Umsatz von 44,06 Milliarden US-Dollar sowie einen Gewinn je Aktie von 0,96 Dollar. Die Erwartungen der Analysten lagen bei 43,3 Milliarden Dollar Umsatz und 0,93 Dollar Gewinn je Aktie – beides wurde leicht übertroffen.

Beim Nettogewinn meldete Nvidia einen Wert von 18,8 Milliarden Dollar. Nach 10 aufeinanderfolgenden Quartalen mit steigenden Profiten war Q1 2025 das erste mit rückläufigen Gewinnen. Hintergrund sind Belastungen aus den Exportbeschränkungen der US-Regierung bei KI-Chips für China. Die Nettomarge rutschte entsprechend auf 43 Prozent nach 57 Prozent im Vorjahr. 

Besonders stark präsentierte sich erneut das wichtige Datacenter-Geschäft, in dem Nvidia Großkunden wie Meta, Microsoft und Tesla mit Hochleistungschips beliefert. Der Bereich wuchs im Jahresvergleich um beeindruckende 73 Prozent auf 39,1 Milliarden Dollar – ein Zuwachs, der auf diesem hohen Niveau getrost als „monströs“ gelten darf.

Nvidia (WKN: 918422)

Die im Vorfeld geäußerten Bedenken, dass günstiger produzierte Sprachmodelle aus China den Chiphunger der Tech-Riesen bremsen könnten, haben sich bislang nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: CEO Jensen Huang unterstrich mit einem kraftvollen Ausblick die Dynamik des Geschäfts.

Für das laufende Quartal erwartet Nvidia einen Umsatz von 45 Milliarden Dollar – trotz massiver Exporthürden. Der Konzern beziffert den durch US-Beschränkungen verursachten Umsatzausfall in China auf rund acht Milliarden Dollar. Bereits im Vorquartal hatte das Unternehmen Wertberichtigungen von fünf Milliarden Dollar auf unverkauftes Inventar vorgenommen.

Dass Nvidia trotz geopolitischer Turbulenzen derartige Wachstumszahlen liefern kann, liegt nicht zuletzt an der Ausweitung der Produktionskapazitäten für die neue Blackwell-Chipgeneration. Hinzu kommt ein strategischer Wandel: Statt nur Chips oder Boards zu verkaufen, will Nvidia künftig viel stärker komplette KI-Systeme aus einer Hand anbieten.

Begründet wird dieser Produktschwenk mit der zunehmenden Komplexität und Leistungsfähigkeit moderner Recheninfrastrukturen. Huang macht deutlich: „Die weltweite Nachfrage nach Nvidia-KI-Infrastruktur ist einfach unvorstellbar hoch.“ Für ihn ist klar: Künstliche Intelligenz wird weite Teile der Wirtschaft grundlegend verändern.

Mit starken Quartalszahlen, einem selbstbewussten Ausblick und strategischen Weichenstellungen behauptet Nvidia seine Position als Leitkonzern der KI-Ära. Der Konzern ist stark wie eh und je und überzeugt mit einer anhaltend hoher Profitabilität. Neue Kursrekorde sollten vor diesem Hintergrund nur eine Frage der Zeit sein. Die Aktie ist ein Kauf. 

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

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