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Novo Nordisk: Hype um Wegovy und Co – das könnte zum Problem werden

Novo Nordisk: Hype um Wegovy und Co – das könnte zum Problem werden
Foto: Novo Nordisk
Michel Doepke 12.07.2023, 13:33 Michel Doepke

Der Sicherheitsausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat eine Überprüfung mehrerer Abnehm- und Diabetesmedikamente begonnen. Dazu gehören auch Präparate aus dem Hause Novo Nordisk, die zuletzt für deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn beim dänischen Insulin-Weltmarktführer gesorgt haben.

Überprüft würden Daten über das Risiko von Selbstmordgedanken und Gedanken an Selbstverletzung unter anderem bei den Arzneimitteln Ozempic und Wegovy (Semaglutid) sowie "Saxenda" (Liraglutid), teilte die EMA in Amsterdam mit. Konkret geht es um sogenannte GLP-1-Rezeptor-Agonisten. Die Überprüfung werde voraussichtlich im November abgeschlossen.

Die Überprüfung sei von der isländischen Arzneimittelbehörde veranlasst worden, nachdem Berichte über Selbstmordgedanken und Selbstverletzungen bei Patienten, die Liraglutid und Semaglutid einnahmen, eingegangen waren. Bislang haben die Behörden etwa 150 Berichte über mögliche Fälle von Selbstverletzungen und Selbstmordgedanken erhalten und analysieren diese. Arzneimittel mit den beiden Wirkstoffen seien weit verbreitet und es sei noch nicht klar, ob die gemeldeten Fälle mit den Arzneimitteln selbst oder mit den Grunderkrankungen der Patienten oder anderen Faktoren zusammenhängen, teilte die EMA mit.

Das für viel Aufsehen sorgende Abnehmmittel Wegovy soll Ende Juli auch in Deutschland auf den Markt kommen, hatte der Chef des dänischen Herstellers Novo Nordisk kürzlich gesagt. Wegovy ist seit Anfang 2022 in der EU zugelassen und soll zusammen mit einer Diät und Bewegung bei Gewichtsverlust und -kontrolle unterstützen.

In sozialen Medien wird der Wirkstoff gehypt, auch weil einige Promis so abgenommen haben sollen. So erwähnte Tech-Milliardär Elon Musk auf die Frage nach dem Geheimnis seines Aussehens neben dem Fasten den Namen der Arznei.

Novo Nordisk (WKN: A1XA8R)

Es ist absolut nachvollziehbar, dass die EMA eine Überprüfung eingeleitet hat. Entsprechend schwach präsentiert sich die Aktie von Novo Nordisk in den vergangenen Handelstagen. Davon sollten sich Anleger allerdings nicht beunruhigen lassen. Die langfristigen Aussichten für das dänische Unternehmen sind weiterhin hervorragend. Allmählich wird die AKTIONÄR-Dauerempfehlung, die sich auch im "Langfristigen Musterdepot" befindet, wieder für Neueinsteiger interessant.

(Mit Material von dpa-AFX)

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