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25.04.2022 Alexandra Jarchau

Norwegischer Staatsfonds will Bayer-Vorstand entlasten

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Bayer

Die Bayer-Aktie gehört mit einem Plus von fast 40 Prozent in diesem Jahr zu den stärksten Börsenwerten im europäischen Vergleich. Zuletzt punktete der DAX-Konzern im Bereich Pharma. Am Freitag steht nun die Aktionärsversammlung an. Bei der üblichen Entlastung des Vorstands herrscht dieses Mal Uneinigkeit. 

Der norwegischen Staatsfonds, fünftgrößter Aktionär des Leverkusener Konzerns, hat dem Bayer-Vorstandschef Werner Baumann seine Unterstützung zugesagt. Er werde bei der Aktionärsversammlung für die Entlastung des Vorstandes stimmen, teilte der Staatsfonds am Sonntag laut Reuters mit. Zuletzt hielt der Fonds knapp 2,3 Prozent an den Bayer-Aktien. 

Über die sonst übliche Entlastung sind sich die Aktionäre dieses Mal nicht einig. Die Fondsgesellschaft DWS hat sich Ende März etwa dafür ausgesprochen, der Investor Alatus Capital stellte sich jedoch dagegen. Der Bayer-Großaktionär Tamasek forderte im März sogar eine frühzeitige Abberufung Baumanns.

Vergütung in Form von Aktien

Mit der 65 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto hat sich der Bayer-Vorstandschef keinen Gefallen getan. Seit 2020 wird die Kritik an Baumann immer größer. Der Aktienkurs des DAX-Konzerns ist seit seinem Amtsantritt zeitweise um bis zu 60 Prozent eingebrochen. Mit einem Kurs von zuletzt rund 65 Euro liegt er immer noch 34 Prozent unter dem Wert von Anfang Mai 2016.

Bayer (WKN: BAY001)

Das Vergütungspaket für Baumann will derweil auch der norwegische Staatsfonds nicht mittragen. Der Fonds teilte nun mit, ein erheblicher Teil der jährlichen Vergütung müsse in Form von Aktien gezahlt werden. Die geforderten Haltefristen: fünf bis zehn Jahre.

Ob die Aktionäre Vorstandschef Werner Baumann entlasten, wird sich am Freitag zeigen. Für den AKTIONÄR überwiegen bei der Bayer-Aktie nach wie vor die Risiken. Zuletzt konnte der DAX-Konzern zwar mit zahlreichen guten Nachrichten aus der Pharma-Division punkten. Bayer leidet aber weiterhin unter den Folgen der vielen Glyphosat-Klagen.

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