15.01.2014 Marion Schlegel

Nokia und Continental sorgen für Aufsehen: Aktien nicht zu bremsen

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Der Autozulieferer Continental will mit Nokia hochpräzise Karten entwickeln, die auch den Betrieb selbstfahrender Fahrzeuge ermöglichen sollen. Damit sollen Autos unter anderem ihre Position auf der Straße bis auf 10 bis 20 Zentimeter genau ermitteln können, wie Conti am Dienstag zur Automesse in Detroit mitteilte.

Staus ade?

Die Karten sollen zudem zusätzliche Straßeninformationen enthalten. Das seien etwa genaue Spurdaten, variable Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Durchfahrtsverbote. Informationen zur aktuellen Verkehrsdichte sollen ebenfalls geliefert werden. "Der Fahrer wird in die Lage versetzt, Staus von vornherein umgehen zu können", erklärte Continental-Manager Ralf Lenninger. Außerdem werde es damit möglich sein, LED-Scheinwerfer so weiterzuentwickeln, dass sie sich dem Straßenverlauf anpassten.

Digitale Karten gehören zum Kerngeschäft des künftigen Nokia-Konzerns nach dem geplanten Verkauf des Handy-Bereichs an Microsoft. Nokia entwickelt bereits seit Jahren digitale Kartendienste und bietet sie auch Autoherstellern an. Dafür kauften die Finnen 2007 den großen Kartenanbieter Navteq für gut acht Milliarden Dollar.

Starkes Chartbild

Beide Unternehmen sind hervorragend aufgestellt. Zu Recht kletterten die Aktien der beiden Gesellschaften in den vergangenen Monaten von einem Hoch zum nächsten. Anleger sollten bei beiden Wert in jedem Fall an Bord bleiben. Bei Nokia sollte ein Stopp bei 4,80 Euro zur Absicherung gesetzt werden, bei Continental im Bereich von 145 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)