Der Sportartikelhersteller Nike wird am Dienstag nach US-Börsenschluss seine Quartalszahlen veröffentlichen. Da sich die Aktie bereits seit 2022 in einem Abwärtstrend befindet und mittlerweile wieder auf dem Niveau von 2014 notiert, wäre ein positiver Impuls aus Sicht der Bullen dringend notwendig.
• Nike legt am Dienstag nach US-Börsenschluss Zahlen vor – die Aktie steckt seit 2022 im Abwärtstrend
• Was Analysten beim Umsatz, der Marge und dem Gewinn je Aktie erwarten
• Zwischen Kaufempfehlung und Skepsis: Die Experten sind tief gespalten
Für das vierte Quartal rechnen die bei Bloomberg gelisteten Experten im Schnitt mit einem Umsatz von 10,84 Milliarden US-Dollar. Den größten Beitrag wird voraussichtlich weiterhin Nordamerika mit erwarteten 4,85 Milliarden Dollar liefern, während das China-Geschäft mit rund 1,21 Milliarden Dollar vergleichsweise schwach ausfallen dürfte. Bei der Bruttomarge erwarten die Analysten 39,9 Prozent, beim Gewinn je Aktie 12 US-Cent.
Bei den Analysten fällt das Bild gemischt aus: Jefferies bleibt mit einem Kursziel von 90 US-Dollar und einer Kaufempfehlung optimistisch. Das Analysehaus sieht die Trendwende auf Kurs – mit einer Stabilisierung in Nordamerika und im Großhandelsgeschäft sowie sich normalisierenden Lagerbeständen. Zurückhaltender zeigt sich Raymond James und bewertet die Aktie mit „Market Perform". Die Ergebnisse dürften nicht stark genug ausfallen, um für eine entscheidende Wende bei der Aktie zu sorgen – zumal China angesichts des verschärften Wettbewerbs ein schrumpfender Markt bleiben dürfte.
Nach Börsenschluss wird sich herausstellen, ob das Desaster bei Nike weitergeht. Anleger halten viel Abstand zu der Aktie und setzen stattdessen auf die laufende AKTIONÄR-Empfehlung Adidas.
Was macht Nike?
Nike ist der weltgrößte Sportartikelhersteller (Schuhe, Bekleidung, Equipment) und ein Dow-Jones-Schwergewicht. Zum Konzern gehört auch die Marke Converse.
Warum steht die Aktie unter Druck?
Die Aktie steckt seit 2022 im Abwärtstrend und notiert wieder auf 2014er-Niveau. Belastend wirken ein schwaches China-Geschäft, harte Konkurrenz durch junge Marken sowie Margendruck durch Zölle.
Was könnte die Aktie drehen?
Anleger setzen auf die Trendwende unter CEO Elliott Hill – mit Stabilisierung in Nordamerika und sinkenden Lagerbeständen. Kurzfristige Impulse könnten Zollrückerstattungen und die Nachfrage rund um die Fußball-WM liefern.
30.06.2026, 21:45