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21.03.2014 Maximilian Völkl

Nike: Enttäuschung durch den Dollar – Adidas-Aktie unter Druck

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DAX

Die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas gerät sich am Freitag nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen durch den US-Wettbewerber Nike erneut unter Druck. Der Hauptkonkurrent hat unerwartet gute Ergebnisse vorgelegt, ein vorsichtiger Ausblick belastet die Nike-Papiere jedoch. Vor allem der starke Dollar wird als Gewinnbremse gesehen.

Da Adidas bereits über ähnliche Währungsprobleme berichtet hat, ist diese Neuigkeit jedoch wenig überraschend. Positiv ist, dass Nike den Umsatz im dritten Geschäftsquartal von Dezember bis Februar im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 7,0 Milliarden Dollar gesteigert.

Gewinn unter dem Strich schwächer

Der Gewinn sank unter dem Strich zwar um 21 Prozent auf 685 Millionen Dollar. Im Jahr vorher hatte jedoch der Verkauf der Modemarke Cole Haan die Bilanz aufgebessert. Auch die Fußball-Marke Umbro hat Nike abgestoßen. Den Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft konnten die Amerikaner hingegen steigern.

Anleger hatten jedoch bessere Zahlen erwartet. Die Nike-Aktie gab im Anschluss an die Veröffentlichung um über drei Prozent nach.

Turnaround

Unabhängig vom Ergebnis der Konkurrenz war die Adidas-Aktie in den letzten Wochen deutlich unter Druck geraten. Seit dem Hoch Ende Dezember hat der DAX-Titel über 15 Prozent verloren. An der Unterstützung bei rund 76 Euro ist nach einem Test jedoch der Turnaround geglückt. Nun rückt die 80-Euro-Marke wieder ins Visier der Aktie. Ein Ausbruch würde neues Potenzial freisetzen.

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Konzern auf Kurs

Adidas bleibt weiterhin ein gut aufgestellter DAX-Konzern. Die Herzogenauracher punkten mit einem starken Markennamen und dürften im laufenden Jahr von der Fußball-WM in Brasilien profitieren. Zudem sollte der Sparplan „Route 2015“ dazu beitragen, dass die eigenen Ziele erreicht werden. Im Rahmen der Korrektur ist der Kurs zuletzt jedoch unter den Stoppkurs des AKTIONÄR bei 76,50 Euro gerutscht. Vor einem Neueinstieg sollte abgewartet werden bis sich die Erholung nachhaltig bestätigt hat.

(Mit Material von dpa-AFX)

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