Die Allianz ist Europas größter Versicherungskonzern – in der Lebensversicherung liegt allerdings ein anderer Wettbewerber vorn. Laut einer Untersuchung liegt der deutsche Branchenprimus in der europäischen Lebensversicherer nur auf Rang 2. Gilt das auch für die Aktie des DAX-Konzerns?
Das Wichtigste kurz und knapp
• AXA ist mit 33,4 Milliarden Euro Versicherungsumsatz Europas größter Lebensversicherer.
• Die Allianz folgt mit mehr als 24,5 Milliarden Euro auf Platz 2, Generali mit 20,9 Milliarden Euro auf Rang 3.
• Alle drei Versicherungsriesen sind laufende AKTIONÄR-Empfehlungen, zwei davon sogar aktuell ein Kauf.
Nicht die Allianz, sondern die AXA ist Europas größter Lebensversicherer. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des spanischen Mapfre-Konzerns. Grundlage der Auswertung sind die von den Versicherungsgruppen selbst veröffentlichten Jahresberichte.
Sortiert wurde nach dem sogenannten Insurance Revenue, also dem Versicherungsumsatz nach IFRS 17, im Geschäftsjahr 2025. In der Lebensversicherung erzielte die AXA demnach einen Versicherungsumsatz von 33,4 Milliarden Euro und führt damit das Ranking an – und das sogar klar.
Die Allianz kommt mit mehr als 24,5 Milliarden Euro auf Platz 2. Auf Rang 3 folgt die italienische Generali mit 20,9 Milliarden Euro.
Insgesamt konnten die 15 größten europäischen Versicherungsgruppen ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent auf 530,6 Milliarden Euro steigern. Rund zwei Drittel davon entfielen auf die fünf größten Anbieter. Sie kamen zusammen auf ein Volumen von 354 Milliarden Euro – ein Plus von 3,8 Prozent.
Damit zeigt sich: Der europäische Versicherungsmarkt bleibt stark konzentriert. Wer bereits groß ist, profitiert besonders stark von Skaleneffekten, Vertriebskraft und Markenbekanntheit. Genau das spricht weiterhin für die Platzhirsche der Branche.
Hinter AXA, Allianz und Generali folgen Zurich, Aviva und Talanx mit jeweils mehr als zehn Milliarden Euro Versicherungsumsatz in der Lebensversicherung. Danach kommen CNP Assurances mit 9,9 Milliarden Euro und Legal & General mit knapp 9,3 Milliarden Euro.
In die Top Ten schaffen es zudem Crédit Agricole Assurances mit 7,9 Milliarden Euro und NN Group mit 7,3 Milliarden Euro. Dahinter folgen Swiss Life, BNP Paribas Cardif sowie die britischen Anbieter Standard Life International, Rothesay und M&G.
Bis auf eine Ausnahme konnten alle großen Anbieter ihre Einnahmen 2025 steigern. Lediglich CNP musste erneut einen Rückgang hinnehmen – im Berichtsjahr lag das Minus bei 2,2 Prozent.
Für Anleger ist das Ranking interessant, aber nicht allein entscheidend. In der europäischen Lebensversicherung führt die AXA noch vor der Allianz und Generali. Für Anleger ist das aber nicht automatisch ein Kaufargument. Entscheidender sind fundamentale Stärke, Bewertung und Momentum. Hier haben Allianz und Generali unterm Strich aktuell die Nase vorn. Bei beiden können Anleger zugreifen. AXA ist dagegen nur eine Halteposition.
Heiße Übernahme-Chance im Versicherungssektor
Europas Versicherungsriesen werden immer größer – AXA, Allianz und Generali dominieren den Markt bereits deutlich. Doch gerade deshalb lohnt sich der Blick auf kleinere, spezialisierte Anbieter: Sie könnten für die Branchenriesen zum attraktiven Übernahmeziel werden.
Im neuen AKTIONÄR-Report „3 heiße Übernahmechancen“ stehen drei Aktien im Fokus, bei denen ein Deal bald einen Kurssprung auslösen könnte – inklusive eines Spezialversicherers mit der Chance auf einen Aufschlag von bis zu 40 Prozent.
FAQs
Was macht die Allianz?
Die Allianz ist einer der größten Versicherungskonzerne der Welt und der größte in Europa. Zum Geschäft gehören Schaden- und Unfallversicherungen, Lebens- und Krankenversicherungen sowie die Vermögensverwaltung.
Zahlt die Allianz eine attraktive Dividende?
Ja. Die Allianz zählt zu den etablierten Dividendenwerten im DAX und schüttet in der Regel einmal jährlich eine Dividende an ihre Aktionäre aus.
Für wen eignet sich die Allianz-Aktie?
Die Allianz-Aktie eignet sich vor allem für langfristig orientierte Anleger, die auf ein etabliertes Geschäftsmodell, regelmäßige Ausschüttungen und ein solides Basisinvestment setzen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.
Heute, 16:24