31.10.2019 Leon Müller

Netflix: Game of Thrones und Star Wars – Die nächste (und nicht letzte) Episode

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Im Wettbewerb um die besten Inhalte geht es jetzt langsam aber sicher in den Infight. Ausgerechnet der angeschlagen wirkende Marktführer im Streaming-Business Netflix hat seinem aufstrebenden Konkurrenten Walt Disney jetzt eine empfindliche Niederlage zugefügt. Dass es dabei um Ikonen der Unterhaltung geht macht die Angelegenheit für Disney nicht besser.

David Benioff und D. B. Weiss – zwei Namen wie Donnerhall: Sie stehen für den Erfolgshit Game of Thrones, sind heiß begehrt. Kein Hollywood-Studio, dass nicht um ihre Dienste buhlen würde. Oder gebuhlt hätte vielmehr. Denn Benioff und Weiss haben ihre Richtung jetzt offenbar gefunden, sich für Netflix und gegen Walt Disney entschieden. Ursprünglich, so die groß angekündigte Zusammenarbeit, sollten sie für Walt Disney drei  Star Wars-Filme produzieren. Die Trilogie sollte ab 2022 in den Kinos anlaufen und die Kassen klingeln lassen. Dieser Deal ist nun geplatzt.

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Der Vertrag wurde bereits 2018 ausgehandelt und unterschrieben. Jetzt ist er vom Tisch. Benioff und Weiss begründen die Absage an Walt Disney und die Trilogie mit einem übervollen Terminkalender. Für letzteren sorgt ausgerechnet Disney-Widersacher Netflix. Der Streaming-Marktführer hat den beiden Game of Thrones-Machern mit einem starken Angebot die Entscheidung offenbar leicht gemacht.

Netflix (WKN: 552484)

Walt Disney, einer der AKTIONÄR-Favoriten im Mediensektor, wird die Absage verkraften, wenngleich sie zur Unzeit kommt. Dieser Tage startet der Medienmulti seinen Streaming-Dienst Disney+. Netflix indes freut sich über die Meldung. Schöner hätte diese Geschichte selbst Hollywood aus Sicht von Netflix nicht schreiben können. Doch Aktionäre wie Serien-Fans wissen: Es handelt sich nur um eine Episode. Der finale Akt hingegen steht noch aus. Walt Disney bleibt weiterhin in einer Favoriten-Rolle gegenüber Netflix.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Netflix.