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Nächstes Milliarden‑IPO in Sicht: Kryptoriese Ledger plant US‑Börsengang

Nächstes Milliarden‑IPO in Sicht: Kryptoriese Ledger plant US‑Börsengang
Foto: Shutterstock
Philipp Schleu 23.01.2026, 14:40 Philipp Schleu

Die Krypto-Börsengänge kommen in Fahrt: Kaum ist mit BitGo gestern das erste Krypto-IPO des Jahres 2026 an der NYSE über die Bühne gegangen, steht bereits der nächste Kandidat in den Startlöchern. Nach Informationen der Financial Times arbeitet Hardware-Wallet-Spezialist Ledger an einem Börsengang in New York – angepeilt wird dabei eine Bewertung von rund vier Milliarden Dollar, etwa das Dreifache der letzten Finanzierungsrunde 2023.

Ledger ist einer der bekanntesten Anbieter von Hardware-Wallets und positioniert sich als Infrastruktur-Anbieter für die sichere Verwahrung digitaler Vermögenswerte. Nach eigenen Angaben schützt das Unternehmen inzwischen einen signifikanten Teil der weltweit zirkulierenden Kryptowährungen, was es zu einem zentralen Profiteur des Trends zu Selbstverwahrung und institutioneller Sicherung macht.

In der letzten großen Finanzierungsrunde 2023 war Ledger mit rund 1,4 Milliarden Dollar bewertet, bevor neue Pläne für ein deutlich höheres IPO-Niveau publik wurden. Das angepeilte Bewertungsniveau von vier Milliarden Dollar reflektiert damit nicht nur das operative Wachstum, sondern auch den erheblichen Strategiewert des Themas „Krypto-Sicherheit“ nach mehreren Krypto-Börsenplatz-Krisen der vergangenen Jahre.

Ledger
Quelle: Ledger

BitGo-IPO als Stimmungs-Test

Der Timing-Faktor spielt Ledger in die Karten: BitGo hat als Krypto-Verwahrer mit seinem NYSE-Debüt einen ersten Lackmustest für die Risikobereitschaft im Sektor geliefert. Am ersten Handelstag legte die Aktie im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu. Für Ledger ist diese Referenz wichtig: Gelingt es BitGo, sich nach dem Listing zu behaupten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Investoren auch bei einem höher bewerteten Sicherheits- und Hardware-Play zugreifen.

Für Anleger steht Ledger für ein anderes, aber komplementäres Krypto-Exposure als klassische Börsen oder Broker: Im Zentrum steht die physische Schnittstelle zum Ökosystem – und damit ein Geschäftsmodell, das weniger direkt von Handelsvolumina, sondern stärker von Adaption, Sicherheit und Tokenisierung getrieben ist.

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