23.02.2017 Florian Söllner

Nach Solarworld-Deal: Was plant der Lithium-Hot-Stock mit Tesla?

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Peter Secker, CEO von Bacanora Minerals, hat etwas Spannendes ins Erzgebirge gelockt: Lithium – der Stoff, der Elektro­autos die Power gibt, Drohnen abheben lässt und Solarstrom speicherbar macht. Ein gewaltiges Geschäft: Die Nachfrage nach dem Rohstoff für Batterien wird sich laut Morningstar von 2015 bis 2025 von 175.000 auf 775.000 Tonnen mehr als vervierfachen. Konsequenz daraus: Der Preis für Lithium hat sich bereits vervielfacht. Dies macht die Förderung nun auch in exotischen Regionen lukrativ – wie in Sachsen.

Der Solarworld-Chef hatte recht: Es gibt wertvolles Lithium in Deutschland. Die ausgebombte Solarworld-Aktie reagierte auf diese Meldung spontan mit einem fast 60-prozentigen Kurssprung. Frank Asbeck wurde 2011 noch belächelt, als er im Erzgebirge nach Lithium suchen ließ. 40.000 Tonnen sollen sich irgendwo auf der deutschen Seite im Osterzgebirge verbergen. Doch Hunderte Meter tiefe Probebohrungen und die Infrastruktur, um das laut Goldman Sachs „neue Öl“ schließlich zu fördern sind teuer. So wird das lithiumhaltige Erzmineral nach dem Abbau zerkleinert. Mittels Magnetscheidung trennt sich das lithiumhaltige Erzmineral dann vom Roherz. Schließlich wird mit Hitze und Laugen gearbeitet, um Lithium aus dem Mineral zu lösen. Bacanora Minerals aus Kanada kennt sich mit solchen Verfahren bestens aus – und bringt frisches Geld mit.

Lesen Sie jetzt im neuen AKTIONÄR, was der Bacanora-Vorstand gegenüber dem AKTIONÄR zum Deal mit Solarworld sagt und wie aktuell sein Deal mit Tesla ist.