Tesla-Chef Elon Musk hat in einem Interview mit dem chinesischen Staatssender CCTV nicht nur Chinas Staatspräsident Xi Jinping als „großartigen“ und „sehr fähigen“ Anführer bezeichnet, sondern fand auch für das Land und dessen wirtschaftliche Stärke eindrückliche Worte.
So lobte er die Produktionskompetenz chinesischer Unternehmen und bezeichnete Teslas Werk in Shanghai als „Juwel“. Die Fabrik, welche Teslas größter Produktionsstandort außerhalb der USA ist, beschäftige dort nach seinen Worten äußerst talentierte, hart arbeitende und zuverlässige Mitarbeiter.
Auch Chinas KI-Industrie bescheinigte Musk eine hohe Leistungsfähigkeit. Chinesische KI-Modelle seien „im Allgemeinen hervorragend“, zudem liege China beim Verhältnis von Rechenleistung zu Kosten weit vorn. Die derzeitigen Engpässe bei Chips und Rechenkapazitäten könne das Land seiner Einschätzung nach innerhalb von zwei bis drei Jahren durch Fortschritte bei Lithografie und Chipproduktion überwinden.
Natürlich hat Musk ein Interesse daran, dass ihm Peking wohlgesonnen bleibt, weil die Fabrik in Shanghai für Tesla ein wichtiger Standort ist. Doch der reichste Mann der Welt ist nicht dafür bekannt, Technologie in der Öffentlichkeit zu loben, wenn er nicht tatsächlich von ihr beeindruckt ist.
Wie gut China beim Thema KI mittlerweile aufgestellt ist, haben allerdings bislang die Wenigsten auf dem Schirm. Denn die chinesischen KI-Unternehmen handeln nach wie vor mit einem deutlichen Bewertungsabschlag zu ihren US-amerikanischen Pendants. So ist Meta derzeit zum Beispiel mit einem KGV von 27 bewertet, während man für Tencent nur ein Multiple von 15 auf den Tisch legen muss. Ähnlich groß ist auch der Bewertungsabstand zwischen Amazon und Alibaba, die laufenden KGVs liegen bei 39 respektive 26.
Mit Elon Musk hat sich einer der einflussreichsten Personen im Tech-Sektor enorm positiv über chinesische KI-Modelle geäußert. Dennoch sind die Aktien nach wie vor deutlich günstiger bewertet als ihre Pendants aus den USA. Die Chancen stehen gut, dass zumindest ein Teil dieser Bewertungslücke in den kommenden Wochen und Monaten geschlossen wird. Anleger greifen deshalb bei den Papieren von Tencent als Basisinvestment zu. Wer es spekulativer mag und sich die Chance auf dreistellige Renditen sichern möchte, abonniert zudem den Börsenbrief China Stock Report.
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