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24.06.2019 Andreas Deutsch

Metro geht durch die Decke – aber Vorsicht!

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Metro

Eine Übernahmeofferte hat die Metro-Aktie am Montag auf den höchsten Stand seit Februar 2018 getrieben. Die im MDAX notierte Stammaktie des Handelskonzerns schnellte um fünf Prozent bis auf 16,35 Euro nach oben. Damit notiert der Kurs bereits über dem Übernahmeangebot. Verspekulieren sich die Anleger?

Borja Olcese, Analyst bei JPMorgan, empfiehlt den Metro-Aktionären, das Übernahmeangebot des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky anzunehmen. Es falle ihm schwer, angesichts sich verschlechternder Fundamentaldaten den derzeitigen Bewertungsaufschlag für die Aktie an der Börse nachzuvollziehen, so der Experte. Die Offerte beinhalte eine gut zehnprozentige Prämie auf die Branchenbewertung.

Olcese sieht den fairen Wert von Metro bei 11,50 Euro. Seine Einschätzung: „Untergewichten“.

Jefferies-Analyst James Grzinic fordert die Metro-Führung auf, für mehr Klarheit zu sorgen, nachdem sie die Offerte als zu niedrig abgelehnt habe. Außerdem müsse sie für mehr Klarheit hinsichtlich langfristiger Werttreiber sorgen. Die übrigen Metro-Anteilseigner könnten auf eine Verbesserung der Offerte hoffen.

Grzinic sieht das Kursziel bei 13,50 Euro. Sein Rating lautet auf „Halten“.

Volker Bosse, Analyst bei der Baader Bank, erwartet nicht, dass die Metro für die zum Verkauf stehende Supermarkttochter Real einen profitablen Preis erzielen wird. Er empfiehlt, wie Borja Olcese, den übrigen Anteilseignern, die Offerte anzunehmen.

Sein Kursziel: 15 Euro.

Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky hatte am Freitag nach Börsenschluss ein Übernahmeangebot für die Metro abgeben. Kretinskys Holding EP Global Commerce bietet 16 Euro je Stammaktie und 13,80 Euro je Vorzugsaktie.

Die Konzernführung sprach von einer erheblichen Unterbewertung und riet den Aktionären, zunächst von einem Verkauf ihrer Anteilsscheine abzusehen.

Zu riskant

DER AKTIONÄR meint: Derzeit ist es fraglich, ob Kretinsky das Angebot merklich aufstocken wird, zumal Metro angesichts des harten Wettbewerbs wirklich kein Schnäppchen ist. Nach Chance-Risiko-Gesichtspunkten empfiehlt es sich, das Angebot anzunehmen.

(Mit Material von dpa-AFX)