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Meta: Plötzlicher Kurssprung – neue Sparte soll kommen

Meta: Plötzlicher Kurssprung – neue Sparte soll kommen
Foto: Lets Design Studio/Shutterstock
Meta Platforms Inc -%
Michael Diertl Heute, 15:07 Michael Diertl

Meta steigt überraschend ins Cloud-Business ein und will mit diesem Schritt mit Branchenführern wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud konkurrieren. Die Aktie springt am Mittwoch in erster Reaktion auf die News um rund sechs Prozent nach oben und sendet damit nach der zuletzt schwachen Entwicklung ein Lebenszeichen.

• Meta wagt den überraschenden Einstieg ins Cloud-Geschäft – und greift AWS, Azure und Google Cloud an.
• Die Aktie springt am Mittwoch rund sechs Prozent nach oben und sendet ein Lebenszeichen.
• CoreWeave und Nebius stehen auf der Verliererseite.

Bislang hatte Meta im Eiltempo teure Rechenzentren und weitere Infrastruktur zusammengekauft, um die eigenen KI-Ambitionen zu befeuern. Nun aber baut der Konzern ein Geschäftsfeld auf, das aus überschüssiger Rechenleistung bare Münze machen soll – durch den Verkauf an externe Kunden.

Ein denkbares Szenario: Meta verkauft den Zugang zu verschiedenen KI-Modellen, die auf der bestehenden Infrastruktur des Konzerns laufen – ein Ansatz, der stark an das Bedrock-Angebot von AWS erinnert. Meta würde die Rechenzentren und Chips betreiben, die diese Modelle antreiben – darunter die hauseigenen „Muse Spark"-Modelle – und Entwicklern den Zugang in Rechnung stellen. Parallel dazu erwägt der Konzern, „rohe" Rechenkapazität zu vermieten, ähnlich wie spezialisierte Neocloud-Anbieter wie zum Beispiel Coreweave. Gebündelt werden diese neuen Geschäftsfelder unter „Meta Compute", einer internen Initiative, die den gesamten Aufbau und das Management der KI-Infrastruktur steuert.

Dieser Plan kommt am Markt gut an, für die Papiere von Meta geht es am Nachmittag in erster Reaktion um sechs Prozent nach oben. Die Aktien von Coreweave oder auch Nebius knickten hingegen um knapp zehn Prozent ein.

Meta (WKN: A1JWVX)

Auch wenn die Reaktion des Marktes am Mittwoch positiv ausfällt und der kurzfristige Abwärtstrend damit zunächst gebrochen ist, bleibt das übergeordnete Chartbild angeschlagen. Entsprechend befindet sich die Meta-Aktie derzeit nicht auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR. Anleger bleiben an der Seitenlinie.

Was ist der Unterschied zwischen „Meta“ und „Facebook“?

Meta Platforms (kurz Meta) ist das Mutterunternehmen, zu dem mehrere soziale Netzwerke und Dienste gehören, darunter Facebook, Instagram, WhatsApp und Threads. „Facebook“ bezeichnet heute sowohl das ursprüngliche soziale Netzwerk als auch die spezifische Marke unter dem Dach von Meta. Meta hat sich 2021 umbenannt, um den Fokus des Unternehmens über soziale Medien hinaus auf die Entwicklung des Metaverse zu unterstreichen.

Wie verdient Meta Geld?

Der Großteil des Umsatzes von Meta stammt aus digitaler Werbung. Unternehmen bezahlen Meta dafür, zielgerichtete Anzeigen auf den Plattformen Facebook, Instagram und Messenger zu schalten. Da Meta über eine enorme Menge an Daten über Nutzerinteressen und Demografie verfügt, können Werbetreibende ihre Zielgruppen sehr präzise erreichen. Daneben generiert Meta Einnahmen durch Hardware-Verkäufe (z. B. Meta Quest VR-Headsets) und Business-Lösungen für WhatsApp.

Wann wurde Facebook gegründet?

Facebook wurde am 4. Februar 2004 gegründet. Es wurde von Mark Zuckerberg zusammen mit seinen Mitbewohnern Eduardo Saverin, Andrew McCollum, Dustin Moskovitz und Chris Hughes an der Harvard University ins Leben gerufen.

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