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25.03.2020 Marion Schlegel

Merck KGaA erhält Zulassung für Lungenmittel – Aktie gibt ordentlilch Gas!

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Merck

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hat für sein neues Krebsmittel Tepotinib die erste behördliche Zulassung weltweit erhalten. In Japan gab das Gesundheitsministerium grünes Licht für das Medikament zur Behandlung von Lungenkrebspatienten, die unter einer bestimmten Form eines inoperablen fortgeschrittenen oder wieder auftretenden (rezidivierend) nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) leiden, wie Merck am Mittwoch in Darmstadt mitteilte. In Japan wird das Medikament künftig unter dem Namen Tepmetko vermarktet.

Mit zwei Millionen Neuerkrankungen pro Jahr ist Lungenkrebs laut Wissenschaftlern weltweit die häufigste und in Japan die zweithäufigste Krebserkrankung.

Merck (WKN: 659990)

Auch im wichtigen Gesundheitsmarkt USA will Merck in diesem Jahr einen Zulassungsantrag für Tepotinib einreichen. Die dortige Medikamentenbehörde FDA hatte dem Medikament bereits 2019 den Status "Breakthrough Therapy" bei Patienten mit metastasierendem NSCLC erteilt. Die FDA vergibt diesen Status nur, wenn erste klinische Studien darauf hinweisen, dass ein Wirkstoff signifikant besser im Vergleich zu aktuell verfügbaren Therapien für schwerwiegende oder lebensbedrohliche Krankheiten sein könnte.

Die NordLB hat die Aktie von Merck vor Kurzem von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft, das Kursziel allerdings von 110 auf 98 Euro gesenkt. Der Pharma- und Chemiekonzern habe einen positiven Ausblick auf das laufende Jahr gegeben, so Analyst Thorsten Strauß in der vergangenen Woche. Die jüngsten Kursverluste der Aktien schienen ihm übertrieben.

Die Aktie von Merck reagiert am heutigen Mittwoch mit einem Kursplus von gute drei Prozent auf 92,44 Euro. Bei 76,22 Euro hat die Aktie vor wenigen Tagen noch ein Korrekturtief markiert. Mittlerweile ist dem Wert ein starker Turnaround gelungen. Die Aktie ist im Zuge der Korrektur allerdings zuletzt unter den Stopp des AKTIONÄR gerutscht und wurde verkauft.

(Mit Material von dpa-AFX)