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22.06.2018 Benedikt Kaufmann

Marine Products: Eine Top laufende Wachstumsperle

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DAX

Seit der Empfehlung Mitte April legte Marine Products rund 22 Prozent zu. Aktuell korrigiert die Aktie – doch DER AKTIONÄR sieht noch Potenzial.

DER AKTIONÄR stieß auf das US-amerikanische Wertpapier im Rahmen eines Screening, in dem nach kleinen Wachstumsaktien gesucht wurde, die dem Starinvestor Peter Lynch gefallen würden. Die Aktie von Marine Products (WKN: 630850 / ISIN: US5684271084) entsprach in vielen Gesichtspunkten den Anforderungen der Börsenlegende.

So ist das Geschäftsmodell von Marine Products leicht verständlich: Das Unternehmen verkauft Sportboote und Zubehör für Wassersportarten wie Wakeboarding oder Wasserski. Online oder im Laden in Salt Lake City garantiert der Einzelhändler den niedrigsten Preis und den kostenlosen Versand der Waren. Das junge Wachstumsunternehmen ist damit– wie von Peter Lynch bevorzugt – nicht im heißen Tech-Markt aktiv.

Die Entwicklung der Gewinne je Aktie in den vergangenen fünf Jahren spricht mit einem CAGR von 32 Prozent für sich. Marine Products verfügt zudem über eine gleichbleibend starke Gewinnentwicklung – Ausreißerjahre mit heftigen Gewinnschwankungen sucht man in den Bilanzen vergebens. Daneben wirtschaftet das Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalrendite von 31Prozent.

An den steigenden Gewinnen werden die Aktionäre durch Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen beteiligt. Die Beteiligung der Aktionäre an den Gewinnen sowie das Gewinnwachstum selbst werden dabei nicht durch Schulden finanziert. Kurz- und langfristigen Schulden bestehen nicht.

Der Aktionärsstruktur würde Lynch ebenfalls Pluspunkte geben: 16 Prozent halten Institutionelle – 13 Prozent Insider. Zudem covern nur zwei Analysten den Wert, was die Chance erhöht, dass hier eine noch unentdeckte Wachstumsperle versteckt ist.

Nach den Zahlen zum ersten Quartal ging es für Marine Products deutlich aufwärts. Nach der Rallye ist jedoch vorerst die Luft raus. Wer neue Investitionen im Blick hat, kann hier Teilgewinne mitnehemen. Langfristig bleibt die Aktie jedoch aufgrund ihrer starken fundamentalen Entwicklung ein Kauf. DER AKTIONÄR passt Ziel und Stopp an auf 16,50 beziehungsweise 12,00 Euro.

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