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Lufthansa: UBS sieht enormes Potenzial

Lufthansa: UBS sieht enormes Potenzial
Foto: Panthermedia/IMAGO
Deutsche Lufthansa AG -%
Thorsten Küfner 08.03.2024, 07:36 Thorsten Küfner

Gestern hat die Lufthansa starke Zahlen für das vierte Quartal 2023 vorgelegt und die erste Dividende seit der Corona-Pandemie angekündigt. Für das laufende Jahr zeigte sich CEO Carsten Spohr allerdings etwas vorsichtig. Dies sorgte dafür, dass sich die in den letzten Monaten bereits schwach gelaufene Aktie erneut im gestrigen Handel erneut verbilligte. 

Doch auf dem aktuellen Kursniveau sehen zahlreiche Analysten die MDAX-Titel mittlerweile als klar unterbewertet an. So hat etwa die Großbank UBS die Lufthansa-Anteilscheine auf "Buy" mit einem Kursziel von 15,00 Euro belassen. Daraus errechnet sich Aufwärtspotenzial von 116 Prozent. Die Resultate der Fluggesellschaft entsprächen ebenso wie der Ausblick auf 2024 weitgehend den Erwartungen, was für Erleichterung sorgen könnte, schrieb Analyst Jarrod Castle.

Indes hat Deutsche Bank Research die Einstufung für Lufthansa nach Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 11,00 Euro belassen. Die Fluggesellschaft habe einen vernünftigen Jahresabschluss verzeichnet, erklärte Analyst Jaime Rowbotham. Vielleicht sei das Zahlenwerk nicht ausreichend, um die zuletzt unterdurchschnittliche Kursentwicklung aufzuholen. Aber auf den ersten Blick scheine es solider als das des Wettbewerbers Air France-KLM zu sein.

Hingegen hat das US-Analysehaus Bernstein Research den MDAX-Wert auf "Underperform" mit einem Kursziel von 7,00 Euro belassen. Die Kennziffern hätten den Konsensschätzungen entsprochen, so Analyst Alexander Irving. Der Ausblick auf 2024 reflektiere die Performance der Fluggesellschaft im Vorjahr.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Es läuft bei der Lufthansa eigentlich relativ rund. Die Bewertung ist günstig und die Rendite nach Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit vier Prozent durchaus attraktiv. Doch der Kurs kommt einfach nicht in Fahrt. Meldungen über anhaltende Tarifstreitigkeiten und Streiks belasten den Kurs immer wieder. Da der Abwärtstrend nach wie vor intakt ist, sollten Anleger vorerst weiterhin an der Seitenlinie verharren und eine Trendwende oder zumindest eine klare Bodenbildung abwarten. Die Favoriten des AKTIONÄR im Sektor bleiben Norwegian Air Shuttle sowie Ryanair.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Lufthansa.

Mit Material von dpa-AFX

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