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Lufthansa: Streikende Piloten – Mehr Ausfälle als erwartet

Lufthansa: Streikende Piloten – Mehr Ausfälle als erwartet
Foto: Börsenmedien AG
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Maximilian Völkl 10.09.2014, 11:56 ‧ Maximilian Völkl
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Bereits seit 10:00 Uhr streiken die Piloten der Lufthansa am Drehkreuz München. Bis 18:00 Uhr soll die Arbeitsniederlegung noch dauern. Rund 140 Flüge musste Deutschlands größte Fluggesellschaft deshalb bereits streichen. Erwartet worden waren nur rund 110 Ausfälle. An der Börse kommt der erneute Streik dementsprechend nicht gut an.

Am Vortag hatte die Lufthansa laut Commerzbank-Analyst Johannes Braun noch „überraschend solide Verkehrszahlen“ für August präsentiert. Die erneuten Streiks könnten dem DAX-Konzern nun allerdings einen Strich durch die Rechnung machen. „Eine Streikankündigung folgt zurzeit der nächsten. Ich nehme daher an, dass Frühbuchungen zunehmend belastet werden könnten, weil Passagiere versuchen, Flüge mit der Lufthansa zu vermeiden.“

Schwierige Verhandlungen

Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank rechnet wegen des aktuellen Streiks mit negativen Auswirkungen auf die Gewinnentwicklung der Fluggesellschaft in Höhe eines niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrags. „Wir hoffen, dass bald ein Kompromiss gefunden wird, doch können weitere Streiks nicht ausgeschlossen werden“, fügte er hinzu.

Zwiegespalten zeigt sich derweil Equinet-Analyst Jochen Rothenbacher. Er sieht den dritten Streik innerhalb von zwei Wochen zwar ebenfalls negativ. Es überrasche aber nicht, dass die Verhandlungen schwierig seien, da die Lufthansa hart um ihre Einsparbemühungen kämpfe. Dies wiederum wertete er positiv.

Abwarten

Der aktuelle Streik ist für die Kranich-Airline inzwischen bereits der vierte seit Jahresbeginn. Nachdem ein Pilotenstreik und ein Preiskampf im Passagiergeschäft der Lufthansa im zweiten Quartal einen überraschend starken Gewinnrückgang eingebrockt hatten, gingen die Streiks seit Ende August weiter. Der erneute Streik ist nach der Erholungsbewegung der letzten Tage eine erneute Belastungsprobe für die Aktie. Anleger bleiben an der Seitenlinie und warten ab, ob der Ausbruch über die 14-Euro-Marke gelingt.

(Mit Material von dpa-AFX)

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