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07.08.2020 Thorsten Küfner

Lufthansa nach den Zahlen: Was ist jetzt zu tun?

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Deutsche Lufthansa

Die Lufthansa hat gestern ihre Zahlen für das von den weltweiten Corona-Lockdowns geprägte Quartal vorgelegt. Nachdem der MDAX-Titel den guten Lauf der Vortage dabei zunächst fortsetzen konnte, knickte die Aktie im weiteren Handelsverlauf wieder ein. Denn die Prognosen für die kommenden Monate und Jahre klangen alles andere als zuversichtlich. 

So betonte CEO Carsten Spohr, dass es wohl sogar bis 2024 dauern dürfte, bis das Passagierniveau des Jahres 2019 wieder erreicht werden könnte. Zuvor wurde noch von 2023 ausgegangen. Zudem drohen auch in den kommenden Quartalen hohe Mittelabflüsse.

Die Daumen gehen nach unten

Die Analysten zeigten sich für die Lufthansa ebenfalls eher wenig zuversichtlich. So hat etwa die DZ Bank den fairen Wert für die Anteile von 6,50 auf 6,00 Euro gesenkt (Einstufung: "Verkaufen"). Analyst Dirk Schlamp geht weiterhin von einer langsamen Erholung des Luftverkehrs aus. Für die Lufthansa dürfte zudem das enorm wichtige Langstreckengeschäft vorerst weiter schwierig bleiben.

Am derzeit zuversichtlichsten gestimmt ist derzeit das US-Analysehaus Bernstein Research. Deren Analyst Daniel Roeska bestätigte sein Votum mit "Market-Perform" und das Kursziel mit 10,00 Euro. Er lobte, dass der Konzern die Kapitalausgaben noch stärker kürzen will als etwa die Rivalen IAG und Air France-KLM.

Hingegen rät die Deutsche Bank nach wie vor zum Verkauf und beziffert den fairen Wert unverändert auf 5,70 Euro. Die Experten von Barclays haben indes das Kursziel sogar von 4,50 Euro auf gerade einmal 4,30 Euro verringert. Ihr Anlagevotum lautet dementsprechend unverändert "Underweight".



Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Auch DER AKTIONÄR ist nach den Quartalszahlen unverändert skeptisch gestimmt. Das Marktumfeld bleibt für den Konzern sehr rau, schwarze Zahlen in weiter Ferne und das Chartbild eher trüb. Anleger sollten daher nach wie vor an der Seitenlinie verharren. 

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.