23.11.2017 Matthias J. Kapfer

KWS Saat kann mit Zahlen nicht überzeugen – Schwaches Ergebnis, trotz steigendem Umsatz

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KWS Saat

Das deutsche Pflanzenzüchtungsunternehmen KWS Saat vermeldet zum Geschäftsjahresauftakt 2017/2018 ein kleines Umsatzplus von zwei Prozent auf 136 Millionen Euro. Maßgeblich waren vor allem das Wintergetreidegeschäft (insbesondere Roggen) sowie das Winterrapsgeschäft für den Anstieg verantwortlich.
Der im SDAX gelistete Konzern hatte aber auch mit deutlichen Wechselkursschwankungen in Südamerika sowie in Großbritannien zu kämpfen. Entgegen der positiven verbuchenden Winterraps- und Getreidegeschäften zeigte sich das Mais- und Zuckerrübengeschäft rückläufig. Grund hierfür waren neben einer Segmentumstrukturierung schwächere Zahlen der Mais-Sparte in Südamerika.

Schwache Zahlen

Im Berichtszeitraum entwickelte sich das Betriebsergebnis (EBIT) deutlich negativ mit -34,7 Prozent entgegen des Vorjahres. Der Periodenverlust von -38,5 Millionen zeigte sich ebenfalls mit -10,6 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2016/2017 (-34,8 Millionen Euro) unter Druck.

Die Prognose beließ KWS Saat unverändert bei einem leichten Umsatzanstieg, trotz einer voraussichtlichen Abwertung des US-Dollars. Des Weiteren wird eine zweistellige EBIT-Marge unter dem Vorjahresniveau von 12,2 % erwartet. Der Finanzvorstand Eva Kienle kommentierte die Zahlen positiv und bekräftigte, die „Innovationskraft im Geschäftsjahr voran[zu]bringen und die Investitionen und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung weiter deutlich erhöhen" zu wollen.

Aktie unter Druck

Die Anleger zeigen sich enttäuscht und schicken die Aktie am frühen Handelstag mit über einem Prozent ins Minus. Nachdem sich die Papiere des Saatgutkonzerns seit Anfang des Jahres deutlich verteuert haben verzeichnet der Kurs seit mehreren Monaten eine Seitwärtsbewegung. Dennoch können die Anleger beruhigt sein und sollten die Aktie unberührt liegen lassen. DER AKTIONÄR sieht einen Stopp bei 325 Euro.

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