13.04.2015 Maximilian Steppan

KUKA-Aktie: Mit Pflegerobotern zu neuen Hochs?

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Die Aktie des Roboterherstellers KUKA war einer der Highflyer des Börsenjahres 2014. Anleger haben sich über eine Jahresperformance von 73 Prozent freuen dürfen. Jetzt fasst das Augsburger Unternehmen bei seinem Wachstumskurs auch das Geschäft mit Privatkunden ins Auge.

Der Konzern will dabei von der zunehmenden Alterung der Gesellschaft profitieren und Roboter beispielsweise an Pflegeheime und Krankenhäuser verkaufen. "Serviceroboter können wir uns gut vorstellen bei KUKA. Diese Maschinen helfen dann im Haushalt beim Tisch abräumen oder im Pflegeheim und Krankenhaus bei der Essens- und der Medikamentenausgabe", sagte Konzernchef Till Reuter der "Welt am Sonntag".

Diese Roboter könnten das Personal entlasten, indem sie die zeitaufwendigen Routinetätigkeiten übernehmen wie zum Beispiel das Einräumen von Tabletts nach dem Essen. "Das verschafft den Pflegern dann auch mehr Zeit, sich mit den Patienten zu beschäftigen", sagte Reuter. Gesicht und Beine sollen die dafür bestimmten Roboter allerdings nicht bekommen.

Der Schweizer Konkurrent ABB sieht derzeit noch keinen Einsatz von Robotern im privaten Bereich. Der Roboter Yumi könne zwar Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten, aber sein Einsatzort ist die Fabrik. Der Roboter soll auf der Hannover Messe vorgestellt werden. "Roboter für den Haushalt sind nicht Sache der ABB, vielleicht in ein paar Jahren. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Automatisierung der industriellen Produktion", sagte ABB-Chef Ulrich Spiesshofer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Trend intakt

DER AKTIONÄR sieht weiterhin noch Potenzial bei der KUKA-Aktie. Das Kursziel liegt bei 85 Euro. Im Mittelpunkt beim Roboterhersteller steht kurzfristig die vollständige Integration von Swisslog. Dann dürfte auch das operative Geschäft wieder anziehen. Langfristig ist das Geschäft mit Pflegeheimen oder Krankenhäusern ein weiterer Schritt, um unabhängiger von den Autokonzernen zu werden, die bisher die wichtigsten Kunden sind. 

(mit Material von dpa-AFX)