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Krieg im Iran: Trump verlängert Waffenruhe, Ölpreise bleiben hoch

Krieg im Iran: Trump verlängert Waffenruhe, Ölpreise bleiben hoch
Foto: China News Service/GettyImages
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Thorsten Küfner Heute, 06:32 Thorsten Küfner

US-Präsident Donald Trump hat die Waffenruhe mit dem Iran einseitig und ohne Abstimmung verlängert. Nach Angaben des Präsidenten erfolgte dieser Schritt auf Wunsch Pakistans. Er erklärte, dass die USA vorerst auf weitere militärische Maßnahmen verzichten würden, solange Teheran einen „geeinten Vorschlag“ zur Beendigung des Konflikts vorlege.

Die maritime Blockade gegen iranische Häfen soll jedoch unverändert fortgeführt werden. Aus iranischen Kreisen kam umgehend Widerspruch. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim habe Teheran keine Verlängerung der Feuerpause angefragt. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf bezeichnete Trumps Vorgehen auf der Plattform X als irrelevant und stellte klar: Die "Verliererseite kann die Bedingungen nicht diktieren". Die Fortführung der US-Seeblockade komme faktisch Bombardierungen gleich und müsse entsprechend militärisch beantwortet werden.

Parallel dazu verschärft sich der Ton aus Teheran weiter. Die Führung kündigte an, die für den globalen Ölhandel zentrale Straße von Hormus nicht freizugeben, solange die Blockade der USA andauere. Sollte es nötig sein, werde man diese gewaltsam durchbrechen, hieß es aus Kreisen der Revolutionsgarden. Außenminister Abbas Araghtschi betonte: "Iranische Häfen zu blockieren, ist ein kriegerischer Akt und somit ein Verstoß gegen die Waffenruhe".

Zudem wächst im Iran das Misstrauen gegenüber den Absichten Washingtons. Ein Berater Ghalibafs vermutet hinter der Verlängerung der Waffenruhe eine taktische Maßnahme, um Zeit für einen möglichen Überraschungsangriff zu gewinnen. Gleichzeitig erklärte ein Militärsprecher, man befinde sich in „höchster Alarmbereitschaft“ und sei bereit, auf jede Bedrohung umgehend zu reagieren.

Auch mögliche Eskalationsszenarien wurden angedeutet: Ein Kommandeur der Revolutionsgarden nannte laut der Agentur Fars Ölinfrastruktur in benachbarten Golfstaaten als potenzielle Ziele, sollte diesen Ländern weiterhin erlaubt werden, „ihr Territorium zu nutzen“. Das US-Zentralkommando Centcom stellte seinerseits klar, weiterhin voll einsatzbereit zu sein.

Vor diesem Hintergrund bleibt die Lage an den Energiemärkten angespannt. Eine nachhaltige Entspannung ist nicht in Sicht. Der Brent-Preis lag vor Trumps Ankündigung erstmals seit über einer Woche wieder oberhalb der Marke von 100 Dollar, gab anschließend jedoch leicht nach und notierte zuletzt bei rund 99 Dollar.

Repsol (WKN: 876845)

Die Lage bleibt angespannt und die Verunsicherung an den Energiemärkten ist weiterhin spürbar. Dies sind natürlich gute Voraussetzungen für anhaltend hohe Ölpreise, welche aktuell Energieproduzenten wie Repsol, die nicht im Nahen Osten aktiv sind, in die Karten spielen. Die immer noch relativ günstig bewertete Dividendenperle bleibt nach wie vor eine attraktive Halteposition. 

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