Endet die Rekordjagd an den Weltbörsen oder muss die US-Notenbank die Party beenden, indem sie die Leitzinsen wieder anhebt? Die heute um 14:30 Uhr veröffentlichten Inflationsdaten aus den USA geben darauf zunächst keine konkreten Rückschlüsse. Letztlich fielen die wichtigsten Daten wie im Vorfeld erwartet aus.
Demnach lag die Kernrate der US-Verbraucherpreise (CPI) für den Monat Juli bei 3,4 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert aus dem Juni. Die Preise entwickelten sich wie Volkswirte zuvor bereits prognostiziert hatten.
Der Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im Juli saisonbereinigt um 0,1 Prozent. Rechnet man die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrung heraus, erhöhte sich die sogenannte Kerninflation leicht um 0,2 Prozent.
Noch im Juni verringerten sich die Verbraucherpreise überraschend. So berichtete das US-Arbeitsministerium von einem Rückgang gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 0,4 Prozent. Auch auf Jahressicht hatte sich die Inflation schwächer entwickelt als erwartet.
Was Börsianer natürlich im Hinterkopf behalten sollten: Die aktuellen Inflationsraten liegen damit weiterhin deutlich über dem Ziel der Fed, wonach die Teuerung bei 2,0 Prozent liegen sollte. Doch immerhin deuten die erneut moderaten Monatswerte darauf hin, dass der Inflationsschub weiter nachlässt. Dieser Inflationsdruck kam natürlich vor allem durch den Krieg im Iran und die daraufhin kräftig angezogenen Energiepreise zustande.
Wie reagiert die Fed?
Am Markt nahm man die heutigen Daten bisher relativ gelassen auf. Die Stimmung an den Weltbörsen ist aktuell weiterhin gut. Dennoch dürfte natürlich spannend werden, welche Schlüsse die Fed unter dem neuen Chef Kevin Warsh, der seit Mai 2026 an der Spitze der US-Notenbank steht, daraus schließen wird.
DER AKTIONÄR wird wie gewohnt auch in den kommenden Wochen und Monaten regelmäßig aufzeigen, wie sich die Inflation in den USA entwickelt – und wird natürlich zeitnah darüber berichten, ob und wie die US-Notenbank darauf reagieren wird.
Heute, 14:49
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