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01.04.2021 Marion Schlegel

Johnson & Johnson: Wohl Millionen Dosen Impfstoff für die Tonne – was heißt das für Deutschland?

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Johnson & Johnson

Bei der Produktion des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson ist bei einer Charge ein Problem aufgetreten. In einer Produktionsstätte eines Partnerunternehmens habe ein Inhaltsstoff die Qualitätskontrolle nicht bestanden und sei daher nicht verwendet worden, teilte Johnson & Johnson am Mittwoch mit. Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, wie viele Impfdosen von dem Problem bei dem Auftragsproduzenten Emergent Biosolutions betroffen waren. Nach einem Bericht der "New York Times" soll es um 15 Millionen Dosen des Impfstoffs gehen. Die Impfung der Firma entfaltet bereits nach nur einer Spritze ihre volle Wirkung.

Johnson & Johnson (WKN: 853260)

Johnson & Johnson betonte, man plane weiterhin, der US-Regierung wie zuvor zugesagt bis Ende Mai 100 Millionen Dosen zu liefern. Das Unternehmen werde Emergent Biosolutions nun mit zusätzlicher Expertise zur Seite stehen und die Produktion im US-Staat Maryland vor Ort überwachen, hieß es. "Qualität und Sicherheit sind weiterhin unsere oberste Priorität", erklärte das Unternehmen. Die Produktionsstätte von Emergent Biosolutions sei bislang noch nicht von der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) für den Impfstoff zugelassen worden. Das Unternehmen bereitet aber bereits die Produktion vor, um Lieferziele erfüllen zu können.

Auswirkungen auf Lieferungen des Impfstoffs nach Deutschland sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht. "Nach allem, was wir wissen, ist das kein EMA-zugelassenener Produktionsstandort, spielt also für die Lieferungen in die EU – Stand jetzt – nicht die Rolle", sagte er am Donnerstag in Berlin. Nach einer Auflistung des Gesundheitsministeriums vom 22. März erwartet Deutschland im nun laufenden zweiten Quartal rund zehn Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson.

Die Aktie von Johnson & Johnson reagiert mit einem leichten Minus, das positive charttechnische Bild ist aber weiter intakt. Das Papier bleibt auf Tuchfühlung zum im Januar dieses Jahres bei 173,65 Dollar markierten Allzeithoch. DER AKTIONÄR hat das Papiar im Dezember 2020 zum Kauf empfohlen und bleibt weiterhin zuversichtlich. Anleger lassen die Gewinne laufen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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