Der Iran hat seine Angriffe auf Israel nach eigenen Angaben vorerst beendet. Teheran sprach von einer „schmerzhaften Antwort“ auf Israels Vorgehen im Libanon, drohte aber zugleich mit weiteren Militärschlägen. An den Märkten reagierten Ölpreise mit Abgaben auf das Ende des Angriffs.
• Der Iran hat seinen Angriff auf Israel offiziell eingestellt.
• Die Attacke galt als Vergeltungsschlag, da der Iran zuvor den Libanon angegriffen hat.
• Der Iran hält sich weitere, noch härtere Angriffe offen.
Die iranische Führung hat die militärischen Operationen gegen Israel offiziell für beendet erklärt. Nach Angaben des Militärs ist der Vergeltungsschlag als Reaktion auf die israelische Offensive im Libanon abgeschlossen. Die Märkte reagierten erleichtert: Die Ölpreise gerieten nach der Meldung spürbar unter Druck. Hatten die Angriffe am Morgen noch für kräftige Aufschläge bei Brent und WTI gesorgt, wurden diese Gewinne im weiteren Handelsverlauf größtenteils wieder abgegeben.
Ein dauerhafter Frieden ist jedoch noch nicht in Sicht, da der Iran für den Fall neuer Angriffe im Libanon bereits mit massiveren Gegenschlägen droht.
Trump greift zum Hörer
Während die Waffen vorerst schweigen, läuft die Diplomatie auf Hochtouren. Aus israelischen Regierungskreisen verlautete, dass US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in einem eiligen Telefonat zusammengekommen sind. Im Fokus der Gespräche stand die Frage, wie sich die aktuelle Beruhigung der Lage in ein dauerhaftes Abkommen zur Waffenruhe ummünzen lässt.
Die Erleichterung an den Märkten ist greifbar. Die Sorge vor einer großflächigen Eskalation, hervorgerufen durch die jüngsten Angriffe, die auch die wichtigen Förderregionen im Nahen Osten hätte beschädigen können, verfliegt zusehends.
In der Folge korrigierten die wichtigsten Öl-Referenzsorten deutlich: Brent verliert in einer ersten Reaktion über zwei Prozent und pendelt sich bei 94 Dollar ein. Noch deutlicher erwischte es die US-Sorte WIT, die um beinahe drei Prozent nachgibt und auf 91 Dollar je Fass abrutscht.
Der Irankrieg bewegt die Märkte weiterhin. Neben den Angriffen ist auch die Blockade der Straße von Hormus ein anhaltender Unsicherheitsfaktor. Nichtsdestotrotz sprudeln die Gewinne bei den Öl- und Gasproduzenten wie TotalEnergies weiter. Anleger bleiben bei der DER AKTIONÄR-Empfehlung aus Frankreich an Bord.
FAQs
Was ist TotalEnergies?
TotalEnergies ist ein französischer Weltkonzern, der zu den größten Energieunternehmen der Welt gehört und neben Öl und Gas zunehmend auf erneuerbare Energien und Strom setzt.
Ist TotalEnergies ein guter Dividendenwert?
Ja, TotalEnergies ist ein sehr bekannter und regelmäßiger Dividendenzahler. Das Unternehmen gehört im europäischen Raum traditionell zu den Aktien mit einer überdurchschnittlich hohen Ausschüttung.
Warum beeinflusst der Iran-Krieg den Ölpreis?
Der mit Abstand wichtigste Grund ist die Geografie. Der Iran liegt direkt an der Straße von Hormus, einer schmalen Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Durch diese Passage wird rund ein Fünftel (ca. 20 %) des gesamten weltweiten Erdöls per Schiff transportiert. Verzögerungen hier werden umgehend mit Risikoaufschlägen quittiert.
Heute, 14:45