22.02.2012 Michael Herrmann

Intershop: Enttäuschung trotz Rekordergebnis

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Der thüringische Softwarekonzern Intershop hat 2011 ein Rekordergebnis eingefahren. Umsatz und Gewinn haben sich deutlich verbessert. Auch für das laufende Jahr ist das Unternehmen zuversichtlich. Anleger geben sich damit aber nicht zufrieden und schicken die Aktie auf Talfahrt.

Die Bilanz des Softwarekonzerns Intershop für das Geschäftsjahr 2011 kann sich eigentlich sehen lassen. Der Umsatz stieg um 29 Prozent auf 49,2 Millionen Euro. Der Überschuss stieg im gleichen Zeitraum um 1,9 Millionen Euro auf nun 3 Millionen Euro. Besonders gut lief es im vierten Quartal. Der Nettoumsatz von 13,6 Millionen Euro bedeutete das erfolgreichste Quartal der vergangenen zehn Jahre.

Defizit im laufenden Quartal

Für 2012 ist Intershop zuversichtlich. Trotz der unsicheren Wirtschaftslage und der anhaltenden Eurokrise soll der Umsatz um 10 bis 20 Prozent steigen. Anleger sind dennoch wenig begeistert. Sie dürften sich vor allem daran stören, dass Intershop im ersten Quartal 2012 mit einem negativen Geschäftsergebnis rechnet. Allerdings sollten Anleger dabei beachten, dass dies vor allem eine Folge der anstehenden Markteinführung der neuen E-Commerce-Software Intershop 7 begründet ist.

Schwäche zum Kauf nutzen

Die Geschäftsentwicklung zeigt, dass Intershop auf einem gesunden Wachstumskurs ist. Daran ändert auch ein einmaliger Verlust im laufenden Quartal nicht. Vor allem wenn das mit den strategischen Partnern weiter an Fahrt aufnimmt, wären höhere Kurse gerechtfertigt. An schwächeren Tagen wie heute sollten Anleger daher zugreifen.