18.12.2009 Michael Lang

Hot-Stock der Woche unter Volldampf

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Trendthema

Die Expansion der 2G Bio-Energietechnik beginnt sich auszuzahlen. Die Erdgassparte liefert bereits im ersten Jahr einen Umsatzbeitrag von acht Millionen Euro. Mittelfristig soll das Geschäft mit Erdgas-Blockheizkraftwerken sogar den Biogasbereich überflügeln.

Die Aktie der 2G Bio-Energietechnik AG rennt derzeit von Hoch zu Hoch - der Aufwärtstrend kommt aber nicht von ungefähr. Der Hersteller von Blockheizkraftwerken (BHKW) kann sich vor Aufträgen kaum retten - zum 30. September lag der Auftragsbestand auf dem Rekordniveau von 47,7 Millionen Euro. Trotz einer Verdopplung der Produktionskapazitäten im laufenden Jahr liegen die Pläne für eine weitere Werkshalle im Jahr 2010 bereits in der Schublade.

Vertriebserfolge in der Erdgassparte

Der Erfolg hat mehrere Gründe. So sorgt die Auslandsexpansion für zusätzliche Wachtsumsimpulse. Erst vor drei Tagen hatte 2G mit einer Vertriebskooperation für den US-Markt einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte erreicht.  Als Alleinstellungsmerkmal erweist sich dabei der hohe Wirkungsgrad von über 40 Prozent des neu entwickelten 220kW-BHKW "Agenitor".

Aber auch der Aufbau eines zweiten Standbeins sorgt für Fantasie. Um sich unabhängiger vom Bereich biogasbetriebener Blockheizkraftwerke zu machen, wurde 2008 die Ausweitung der Vertriebs auf erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke beschlossen. Und der Erfolg spricht für sich: Bereits ein Jahr nach Vertriebsstart erwartet 2G in der Erdgassparte für 2009 Umsätze von rund acht Millionen Euro. Wie Vorstandschef Christian Grotholt im Gespräch mit dem AKTIONÄR verriet, soll das Geschäft mit Erdgas-Blockheizkraftwerken mittelfristig sogar den Biogasbereich überflügeln. Die Hoffnungen ruhen dabei auch auf dem neuen Mini-BHKW "Whispergen", das ab dem ersten Halbjahr 2010 in den Verkauf geht.

Kursziel 9,00 Euro

Seit der Erstempfehlung in Ausgabe 04/09 hat sich der Hot-Stock der Woche aus Ausgabe 52/2009 bereits mehr als verdoppelt. Mit einem Börsenwert von nur 28 Millionen Euro und einem 2011er-KGV von 9 ist das rasant wachsende Unternehmen jedoch nach wie vor unterbewertet. SES Research sieht den fairen Wert der 2G-Aktie bei neun Euro. Wird auch Whispergen ein Erfolg, sind mittelfristig sogar zweistellige Kurse realistisch.