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H&M-Aktie: Rückkehr zum Wachstum – Übernahme voraus?

H&M-Aktie: Rückkehr zum Wachstum – Übernahme voraus?
Foto: HundM
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Jan-Paul Fóri Heute, 09:37 ‧ Jan-Paul Fóri
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H&M hat im dritten Quartal beim Gewinn deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Der schwedische Modekonzern profitiert von Einsparungen und höheren Margen. Beim Umsatz zeichnet sich nach einer langen Durststrecke wieder Wachstum ab. Gleichzeitig halten sich die Spekulation über einen möglichen Börsenrückzug hartnäckig.

  • Der Operativer Gewinn stieg im Q3 um 23 Prozent auf 6,04 Milliarden Schwedische Kronen.
  • Ergebnis und Bruttomarge liegen über den Analystenschätzungen.
  • Persson-Familie kauft weiter H&M-Aktien – ein Going-private bleibt Spekulation.

Der Umsatz legte im dritten Quartal von Juni bis August auf 57,2 Milliarden Schwedische Kronen zu. Währungsbereinigt entsprach das einem Plus von einem Prozent. Damit lag H&M leicht über den Erwartungen. Die Bruttomarge stieg von 52,9 auf 54,0 Prozent und übertraf den Analystenkonsens von 53,4 Prozent. 

Noch stärker fiel die Gewinnentwicklung aus: Das operative Ergebnis kletterte von 4,91 auf 6,04 Milliarden Schwedische Kronen. Erwartet worden waren im Schnitt 5,14 Milliarden. Der Gewinn je Aktie stieg auf 2,58 Schwedische Kronen, nach 2,01 Schwedischen Kronen im Vorjahr. Für September stellt H&M ein währungsbereinigtes Umsatzplus von einem Prozent in Aussicht.  

Zolleffekte beflügeln

H&M-Chef Daniel Ervér verwies auf Fortschritte bei Einkauf, Kostenkontrolle und operativen Abläufen. Ein Teil des Margenschubs ist allerdings nicht nachhaltig: Einmalige Effekte im Zusammenhang mit Zöllen und Warenimporten steuerten rund 1,6 Prozentpunkte zur operativen Marge bei. Zudem belasteten Störungen im europäischen Logistiknetzwerk und in den globalen Lieferketten das Geschäft.

Möglicher Rückzug von der Börse

Parallel rückt die Eigentümerstruktur in den Fokus. Stefan Persson und verbundene Gesellschaften hielten Ende August mehr als 68 Prozent der H&M-Aktien. Zusammen mit dem Familienzweig um Lottie Tham kommen die Perssons auf knapp 74 Prozent des Kapitals und rund 88 Prozent der Stimmrechte. Allein Ramsbury Invest, die Holding von Stefan Persson, kaufte seit Jahresbeginn 36,8 Millionen Aktien.

Das nährt Spekulationen über eine schrittweise Übernahme. Nach schwedischem Recht können Aktionäre ab einem Anteil von 90 Prozent den Kauf der übrigen Aktien erzwingen. Ein konkretes Angebot oder ein eingeleitetes Verfahren gibt es bislang nicht. Ramsbury erklärte lediglich: „Die Persson-Familie glaubt an das Unternehmen, ist langfristig orientiert und hat ihren Anteil historisch stets weiter erhöht.“ Adam Cochrane, Analyst bei der Deutschen Bank, hält einen Börsenrückzug bis 2030 für möglich.  

Hennes & Mauritz (WKN: 872318)

H&M wächst wieder. Die Q3-Zahlen senden positive Signale für die Modebranche und auch für die Rivalen wie Inditex. Ob es tatsächlich zum Delisting kommt, bleibt abzuwarten. DER AKTIONÄR favorisiert unter den Modemarken weiter Inditex. 

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